Ärzte Zeitung online, 11.06.2018

Pflegeversicherung

Westerfellhaus will Beiträge aus Kapitalerträgen

BERLIN. Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, will die gesetzliche Pflegeversicherung mit deutlich mehr Geld ausstatten und strebt dazu eine Beitragsreform an.

Dabei dürfe es kein Tabu sein, auch auf Kapitaleinkünfte wie Mieten Beiträge zu erheben, sagte er dem "Spiegel". "Es kann nicht sein, dass die Zukunft der Erben wichtiger sein soll als die Zukunft der Pflege", fügte er hinzu.

Westerfellhaus wies auf die "gigantischen Herausforderungen" in der Pflege hin. "Die Menschen befürchten, dass eine gute Betreuung im Pflegefall nicht gesichert ist."

Und die Pflegenden ächzten unter Überforderung. Deshalb "brauchen wir mehr Personal und müssen die Arbeitsbedingungen deutlich verbessern", sagte er dem Nachrichtenmagazin.

"Ohne mehr Geld geht es nicht, wenn wir den Gedanken der Solidarität ernst nehmen." Die Bundesregierung will die Personalnot in der Pflege mit einem Paket für mehr neue Stellen und bessere Arbeitsbedingungen lindern.

Vereinbart wurden Eckpunkte für ein "Sofortprogramm" im Volumen von jährlich rund einer Milliarde Euro, das zum 1. Januar 2019 in Kraft treten soll. Bezahlt werden soll es überwiegend von der gesetzlichen Krankenversicherung. (dpa)

Topics
Schlagworte
Pflege (5470)
Berufspolitik (19625)
Organisationen
Spiegel (1128)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Darum will Maria Rehborn unbedingt Landärztin werden

Studentin Maria Rehborn möchte Landärztin werden in den Bergen werden – ein Portrait. mehr »

Welches Wasser in die Nasendusche?

In unserem Trinkwasser tummeln sich viele Erreger. Forscher haben nun getestet, mit welcher Methode Nasenduschen-Wasser behandelt werden sollte, um diese abzutöten. mehr »

Die Rückkehr des Badearztes

Eine Medizinerin bringt die Region Wiesbaden ins Schwitzen: als einzige Badeärztin der Gegend. Der "Ärzte Zeitung" erklärt sie, warum sie Treppen steigen lässt statt eines EKGs – und wie sie 75 Patienten an ihrer Zunge erkannte. mehr »