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Berufsgenossenschaften

Bekenntnis zur "Vision Zero"

Keine tödlichen Arbeits- und Verkehrsunfälle mehr: Das ist das ehrgeizige Ziel der Berufsgenossenschaften. Vorbild: Die schwedische Chemieindustrie.

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KÖLN. Wenn es um die Vermeidung von Arbeits- und Wegeunfällen geht, verfolgen die Berufsgenossenschaften ein ehrgeiziges Ziel.

"Wir richten alle Präventionsanstrengungen darauf aus, dass es keine tödlichen Arbeits- und Straßenunfälle mehr gibt", sagte Dr. Walter Eichendorf, der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), auf dem MCC-Kongress "Betriebliches Gesundheitsmanagement" in Köln.

Vorbild für diese "Vision Zero" ist die chemische Industrie in Schweden, die der schwedischen Regierung angeboten hatte, die Arbeitswelt in ihren Betrieben so sicher zu gestalten, dass keine schweren Unfälle mehr passieren.

Die Branche brachte mit diesem Versprechen das Vorhaben vom Tisch, die chemische Produktion nach den Unfällen im italienischen Seveso und im indischen Bhopal in Schweden komplett zu verbieten.

Kritiker argumentierten gern damit, die "Vision Zero" sei unrealistisch, weil sich eben nicht alle Unfälle vermeiden ließen, sagte Eichendorf. "Dann reicht es, mit der Frage zu kontern: Wie viele tödliche Unfälle sind Sie denn bereit zu akzeptieren?"

Tatsache sei, dass es eigentlich kaum schwere Unfälle gibt, die nicht hätten verhindert werden können.

Schulung und Motivation der Menschen wichtig

Auch der Deutsche Verkehrssicherheitsrat verfolge die "Vision Zero" als Strategie, berichtete Eichendorf. Durch Maßnahmen wie dem Einbau von Tempomaten mit Abstandskontrolle, der Gestaltung selbsterklärender Straßen, der Überwachung der Verkehrsregeln sowie der Schulung und Motivation der Menschen lasse sich viel erreichen.

Auch die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung nimmt die Umsetzung des Präventionsziels mit verschiedenen Leistungen in Angriff.

Dazu zählen die Beratung sowie die medizinische Unterstützung und Anleitung in Sicherheitstechnologien, die Untersuchung von Unfällen und Berufskrankheiten sowie die Entwicklung von Anreizsystemen, um Gefährdungslagen zu erkennen und zu vermeiden.

Ein wichtiger Stellenwert komme der Aus-, Fort- und Weiterbildung zu. "Wir schulen in jedem Jahr 400.000 Teilnehmer", versicherte Eichendorf. (iss)

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