Ärzte Zeitung online, 07.11.2013

AOK-Umfrage

Gesundheitsförderung in Kleinbetrieben selten

Betriebliche Gesundheitsförderung ist in Großbetrieben nach wie vor deutlich stärker verankert als in kleinen Unternehmen. Darauf macht eine Umfrage des AOK Bundesverbands aufmerksam.

BERLIN. Je nach Betriebsgröße engagieren sich Unternehmen unterschiedlich stark in der Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz.

Darauf weist der AOK Bundesverband hin, der zu dem Thema eine repräsentative Umfrage in Auftrag gegeben hat. Das Unternehmen INSA Consulere hat dazu knapp 1000 Beschäftigte gefragt.

Danach sind drei von vier Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten in der Gesundheitsförderung ihrer Mitarbeiter aktiv. Bei Betrieben mit weniger als 50 Mitarbeitern gaben nur 35 Prozent der befragten Beschäftigten an, dass etwas für die Gesundheit am Arbeitsplatz getan werde.

Auffällig ist auch, wie unterschiedlich stark die Befragten selber Gesundheitsförderung im Job wünschen. Fast gleich auf sind beide Gruppen - Beschäftigte in großen und kleinen Betrieben - noch beim Thema Arbeitsschutz.

82 Prozent der Mitarbeiter kleiner Betriebe befürworten dies sowie 76 Prozent derer, die in größeren Unternehmen arbeiten.

Jeder Zweite wünscht sich Grippeimpfung

Bei allen weiteren Punkten ist das Interesse in größeren Betrieben deutlich höher: Eine Grippeimpfung wünschen sich 50 Prozent der Befragten (Kleinbetriebe: 24 Prozent). Für Mitarbeiterbefragungen sprechen sich 39 Prozent aus (Kleinbetriebe: 15 Prozent).

Noch größer ist die Disparität beim Thema Gesundheitskurse: 36 Prozent der in größeren Unternehmen Beschäftigten halten das für ein wünschenswertes Angebot, nur acht Prozent ihrer Kollegen in Kleinbetrieben sind der gleichen Meinung.

Aus Sicht des AOK-Bundesverbands ist die Bildung von Netzen ein erfolgversprechender Ansatz, um auch Beschäftigten kleiner Unternehmen die betriebliche Gesundheitsförderung zu ermöglichen. (fst)

Topics
Schlagworte
Prävention (2875)
Unternehmen (11643)
Organisationen
AOK (7477)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich
[07.11.2013, 07:41:00]
Klaus-Dieter Thill 
Besonders gering ist die Förderung...
...im Kleinbetrieb "Arztpraxis": http://bit.ly/Hlj4Ug zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

"Telemedizin ist für uns Landärzte die Zukunft"

Geringes Honorar, hoher Aufwand und auf bestimmte Diagnosen begrenzt – trotzdem setzen einige Ärzte auf die Videosprechstunde. Und das aus vielerlei Gründen. mehr »

Was 100-Jährige von anderen unterscheidet

100-Jährige sind oft weniger krank als die Jüngeren. Worauf es ankommt, haben Forscher anhand von Daten von AOK-Versicherten herausgefunden. mehr »

Lauterbach will Erstkontakte extra vergüten

"Erstkontakte sollen sich lohnen": Mit einem Sonderbudget für Erstkontakte bei Fachärzten will der SPD-Gesundheitspolitiker Professor Karl Lauterbach Ungerechtigkeiten bei der Terminvergabe beseitigen. mehr »