Ärzte Zeitung, 26.06.2015

Tabakprävention

UKE-Programm hält Schüler vom Rauchen ab

Zehn Jahre Tabakprävention an der Uniklinik UKE: Eine Analyse zeigt, dass besonders gefährdete Schüler erreicht werden.

HAMBURG 80.000 Schüler der Klassen fünf bis sieben aus Norddeutschland haben innerhalb von zehn Jahren an der Tabakprävention "Nichtrauchen ist cool" im Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf (UKE) teilgenommen.

Zum Jubiläum veröffentlichte Zahlen zeigen, dass das zweistündige Programm wirkt. Unter den Teilnehmern gab es anschließend mit 6,4 Prozent nur halb so viele Neuraucher wie in einer Kontrollgruppe.

Als besonders wirksam erweist sich das Programm nach UKE-Angaben bei Schülern von Gymnasien. Es werden aber auch besonders gefährdete Kinder erreicht, in deren Elternhaus oder in deren Freundeskreis geraucht wird.

Insgesamt hat das UKE bislang 360 solcher Veranstaltungen durchgeführt. Die Veranstaltung ist Teil des Präventionsprogramms des Universitären Cancer Centers Hamburg (UCCH) am UKE. Beteiligt sind die II. Medizinische Klinik und Poliklinik und das Deutsche Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters des UKE.

Entstanden war das Projekt vor zehn Jahren, weil tabakbedingte Erkrankungen immer häufiger auch bei jungen Erwachsenen auftraten. In den Veranstaltungen werden die Schüler über die medizinischen Auswirkungen des Rauchens informiert. Dabei wird etwa eine Lungenspiegelung gezeigt.

Ein Patient berichtet über seine Krankengeschichte und seinen Tabakkonsum und stellt sich den Fragen der Kinder. Das Präventionsprojekt wird von Sponsoren und Prominenten unterstützt. (di)

Topics
Schlagworte
Prävention (2447)
Suchtkrankheiten (2956)
Organisationen
UKE (769)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Welche Reformen sind dringend notwendig?

Bürgerversicherung, Regressrisiko, GOÄ: Unsere Leser haben abgestimmt, welche Themen in der Gesundheitspolitik die nächste Bundesregierung unbedingt anpacken sollte. mehr »

Patienten sollen für Infos zahlen

Patienten und Angehörige sind bei beratungsintensiven Erkrankungen häufig hilflos. Viele Akteure versuchen, neutrale Angebote im Internet bereitzustellen. Ein Biologe will nun Beteiligte auf einer Plattform zusammenführen. mehr »