Ärzte Zeitung online, 28.09.2017

Kürzere Therapie-Wartezeit

Internet-Angebot für Patienten mit Essstörungen

DRESDEN. Mit einem Internet-Angebot von Psychologen der TU Dresden können Frauen mit Essstörungen die Wartezeit auf eine Psychotherapie verkürzen. Das Programm mit dem Namen "everyBody Plus" soll Frauen zu ersten Erfolgen im Hinblick auf Essverhalten und Körperbild verhelfen und das Auftreten etwa von Essanfällen oder Erbrechen reduzieren. Es besteht aus acht Sitzungen, die wöchentlich freigeschaltet werden.

Das Programm soll detaillierte Informationen über das Entstehen und Aufrechterhalten von Essstörungen vermitteln. Außerdem soll es Frauen helfen, ihre persönliche Geschichte der Essstörung besser zu verstehen. Jede Teilnehmerin soll wöchentlich eine individuelle Rückmeldung durch eine im Bereich Essstörungen erfahrene Diplom-Psychologin zu ihren Einträgen im Programm erhalten und habe die Möglichkeit, sich in einem moderierten Diskussionsforum mit anderen Teilnehmerinnen auszutauschen. Eine zugehörige Smartphone-App soll dabei helfen, das problematische Essverhalten im Blick zu behalten und Erfolge zu protokollieren.

Das Programm stehe Frauen ab 18 Jahren offen, die aufgrund einer Bulimie, Binge Eating Störung oder einer anderen Essstörung mit regelmäßigen Essanfällen eine Behandlung in Anspruch nehmen möchten. Die Teilnahme ist freiwillig, anonym und kostenlos. Frauen mit Untergewicht können aufgrund des erhöhten medizinischen Risikos nicht teilnehmen. (sve)

Informationen und Hinweise zur Anmeldung: http://tinyurl.com/y9xrsl7j

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So teilt sich die Arbeitszeit von Ärzten auf

Wie viel Zeit bringen Ärzte für GKV-Patienten auf, wie viel für Bürokratie? Wie sind die Unterschiede in Stadt- und Landpraxen und den Fachbereichen? Wir geben Antworten. mehr »

Sepsis – "häufigste vermeidbare Todesursache im Land"

Alle sechs bis sieben Minuten stirbt in Deutschland ein Mensch an einer Sepsis. Viele dieser Todesfälle wären vermeidbar. Ärzte, Patientenschützer und Politiker fordern jetzt: Die Blutvergiftung muss als Notfall akzeptiert werden. mehr »

"Hacker kommen wie durch eine offene Tür in Arzt-Systeme"

Nehmen niedergelassene Ärzte Gefahren durch Cyber-Angriffe ernst genug? Sie selbst glauben das mehrheitlich. Ein Sicherheitsexperte gießt Wasser in den Wein. mehr »