Ärzte Zeitung online, 10.08.2018

Masern

Impfkampagne kommt bei Kölnern gut an

In Impfmobilen bietet das Gesundheitsamt an, sich beraten und impfen lassen. Die Resonanz ist gut.

KÖLN. Die Aufklärungskampagne der Stadt Köln zum Thema Masern ist auf eine gute Resonanz gestoßen. Mehr als 800 Bürger haben sich in Impfmobilen von Mitarbeitern des Gesundheitsamtes über die Erkrankung beraten lassen, rund 320 von ihnen ließen sich impfen.

Auf Plakaten und über Social Media-Kanäle werden die Kölner aufgefordert, ihren Impfschutz zu überprüfen und sich gegebenenfalls impfen zu lassen. An vier Tagen waren zudem die Impfmobile des Gesundheitsamtes unterwegs.

Dort konnten sich Interessierte beraten lassen und eine kostenlose Masern-Mumps-Röteln-Impfung in Anspruch nehmen. Den Impfstoff hatte das Land Nordrhein-Westfalen zur Verfügung gestellt.

Seit Anfang 2018 sind dem Kölner Gesundheitsamt 137 bestätigte Masernfälle gemeldet worden. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 14 und 17 im gesamten Jahr 2017. Die Erkrankungen sind nach Angaben der Stadt mittlerweile über das gesamte Stadtgebiet verteilt. Die Altersspanne bei den Erkrankten reicht vom Neugeborenen bis zum Senioren.

"Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit und extrem ansteckend", mahnt Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Impfungen dienten dem Schutz aller und könnten helfen, Masern-Ausbrüche in Kitas, Schulen, Universitäten, bei der Arbeit oder auf Großveranstaltungen zu verhindern.

Die Krankenkassen in NRWunterstützen den Impfaufruf der Stadt Köln. "Damit sich die Erkrankung nicht weiter ausbreitet, übernehmen viele gesetzliche Kassen nach Rücksprache auch für Personen, die vor 1970 geboren sind und keinen gesetzlichen Anspruch auf eine Impfung zu Kassenlasten haben, die Kosten", heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung. (iss)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt Ältere nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Mit diesem Ergebnis überrascht die ASPREE-Studie. mehr »

Junge sind besonders depressionsgefährdet

Der Alltag junger Menschen birgt hohe Risiken für Depressionen. Ärzte warnen: Die Gefahr der Chronifizierung ist groß. mehr »

Allergien machen Kindern zu schaffen

Allergien, psychische Störungen und Unfälle bleiben die häufigsten Risiken für chronische Krankheiten von Kindern. Vor allem Asthma, Heuschnupfen und Neurodermitis beeinträchtigen den Nachwuchs. mehr »