PKV-Vertreter: Basistarif bringt Abwärtsspirale

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KÖLN (spe). Ärzte sollten der Tatsache Rechnung tragen, dass Patienten im PKV-Basistarif keine "typischen" Privatpatienten sind. Dies forderte Christian Weber, 2. Stellvertretender Verbandsdirektor der Verbandes der privaten Krankenversicherung (PKV) auf dem 1. Bundeskongress für Privatmedizin in Köln. Zwischen Januar und September 2009 stieg die Zahl der Versicherten mit Basistarif nach Angaben des PKV-Verbandes von 5335 auf 11394. Gut ein Drittel hiervon sei beihilfeberechtigt, so Weber. Vor allem ältere PKV-Kunden würden von ihrem Wechselrecht in Kombination mit einer Zusatzpolice Gebrauch machen, um Beiträge zu sparen.

Hierdurch sei eine gefährliche Erosionsspirale in Gang gesetzt worden, da die Basistarife mehr und mehr durch die klassischen Tarife subventioniert werden müssten, kritisierte Weber. Neukunden interessierten sich zudem vornehmlich für "schlankere" Tarife und weniger für eine Vollversicherung.

Für die Zukunft gelte es daher, den Versorgungsstandard der PKV zu erhalten. Die Frage sei nicht, ob die PKV sich mehr in Richtung Voll- oder Zusatzversicherung entwickeln sollte. Vielmehr gelte es, das bestehende Verhältnis zwischen Voll- und Zusatzversicherung zu bewahren, betonte Weber.

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