Ärzte Zeitung, 01.07.2015

Nordrhein

Vergütung für das laufende Jahr steht

92,72 Millionen Euro soll Nordrheins Honorarvolumen 2015 betragen.

DÜSSELDORF. Es hat lange gedauert, doch jetzt ist der Honorarabschluss für die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten in Nordrhein unter Dach und Fach.

Das Vergütungsvolumen erhöht sich 2015 um 3,2 Prozent oder 92,72 Millionen Euro. Bernhard Brautmeier ist zufrieden. Das Ergebnis gehe in Ordnung, sagte der Vorstand der KV Nordrhein auf der Vertreterversammlung in Düsseldorf.

Die Verhandlungen seien sehr schwierig gewesen, berichtete er. Ein wesentliches Problem sei die Furcht der Kassen vor der künftigen Belastung durch die Konvergenzregel im Versorgungsstärkungsgesetz gewesen.

Sie hätten deshalb die förderungswürdigen Leistungen zur Disposition gestellt. "Der Vertrag für diese Leistungen wird immer nur für ein Jahr geschlossen und muss nicht gekündigt werden", erläuterte er.

78,52 Millionen Euro für Umsetzung der Bundesvorgaben

Von dem Plus entfallen 78,52 Millionen Euro auf die Umsetzung der Bundesvorgaben. Hinzu kommen 4,6 Millionen Euro für zusätzliche förderungswürdige Leistungen wie die Förderung von Ärztenetzen oder besondere fachärztliche Leistungen.

"Was wir damit machen, ist noch zu vereinbaren", kündigte er an. Die extrabudgetäre Gesamtvergütung erhöhte sich um 9,6 Millionen Euro.

Zur Vereinbarung gehört, dass die Kassen die bisherigen förderungswürdigen Leistungen in Höhe von 26,68 Millionen Euro bis Ende 2016 als Bestandteil der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung (MGV) bezahlen.

"Damit kann man uns nicht mehr drücken", betonte Brautmeier. Ab 2017 soll dieser Bereich in die Konvergenz-Regelung überführt werden. "Scheitert die Konvergenz, bleibt der Förderbetrag in der MGV erhalten."

Diese ausgleichende Regelung komme im Prinzip beiden Seiten entgegen. Der Honorarabschluss für 2015 sieht zudem die Fortführung der bisherigen Einzelleistungsvergütungen und aller Sonderverträge vor. (iss)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Weniger Kardiologen = mehr Herztote?

In Bundesländern mit weniger niedergelassenen Kardiologen sterben mehr Patienten an Herzerkrankungen, so der aktuelle Herzbericht. mehr »

Personalmangel in der Pflege gefährdet Patienten

17.18Die Gesundheitspolitik der künftigen Regierung wird einen Schwerpunkt bei Pflege setzen müssen. Davon zeigen sich Fachleute im Vorfeld des Kongress Pflege überzeugt. mehr »

Fehlerquelle Datenschutzerklärung

Die meisten Praxis-Websites von Haus- und Fachärzten erfüllen nicht die gesetzlichen Anforderungen. Das legt eine aktuelle Studie nah. mehr »