Ärzte Zeitung, 09.09.2015

PKV über neue GOÄ

"Zu früh für konkrete Ergebnisse"

Die neue GOÄ bringt Ärzten eine zweistellige Honorarsteigerung, hat BÄK-Verhandlungsführer Windhorst verraten. Die PKV warnt hingegen vor voreiligen Spekulationen.

KÖLN. Die privaten Krankenversicherer (PKV) warnen vor voreiligen Spekulationen rund um die Novelle der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).

Sie reagieren damit auf die Ankündigung von Dr. Theodor Windhorst, Vorsitzender des Gebührenordnungsausschusses der Bundesärztekammer (BÄK), dass die Reform den Ärzten voraussichtlich eine Honorarsteigerung im zweistelligen Prozentbereich bringen wird.

PKV-Verband und BÄK berieten mit Hochdruck über ein gemeinsames Konzept für die neue GOÄ, und die Gespräche verliefen "sehr konstruktiv und in sehr gutem Klima", sagt der Direktor des PKV-Verbands Dr. Volker Leienbach.

"Befinden uns mitten in der gemeinsamen Preisfindung"

Voting: Welche Erwartungen ans Honorar haben Sie als Arzt?

Zweistelliges Honorarplus für Ärzte mit der PKV konsentiert – und nun doch nicht. Die Verhandlungen über die GOÄ-Novelle geben derzeit ein chaotisches Bild ab. Welche Erwartungen ans Honorar haben Sie als Arzt angesichts der GOÄ-Novelle? Welche Erwartungen ans Honorar haben Sie als Arzt angesichts der GOÄ-Novelle? Machen Sie mit bei unserem Online-Voting!

"Wir befinden uns mitten in der gemeinsamen Preisfindung auf Basis einer betriebswirtschaftlichen Aufwandskalkulation", schildert er den Stand der Dinge. "Während dieser noch laufenden Beratungen ist es zu früh, von Ergebnissen zu sprechen oder gar ein Honorarvolumen zu prognostizieren."

Die Verhandlungspartner hätten vereinbart, dass die neue GOÄ einen Ausgleich der berechtigten Interessen der Ärzte und der Privatversicherten sowie der Beihilfe erbringen solle, betont Leienbach. "Dies bleibt unabdingbare Voraussetzung einer neuen GOÄ." (iss)

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