Ärzte Zeitung, 14.09.2016

Kassenhonorar

Kein Nachschlag für 2014

BERLIN. Der Honorarnachschlag für die Grippewelle im Jahr 2013, der in sieben Kassenärztlichen Vereinigungen ausgehandelt worden ist, bleibt vorerst ein einmaliges Ereignis. In seiner 382. Sitzung hat der Bewertungsausschuss, in dem die KBV und der GKV-Spitzenverband sitzen, beschlossen, dass es keinen nicht vorhersehbaren Anstieg des morbiditätsbedingten Behandlungsbedarfs aufgrund eines überproportionalen Anstiegs von Akuterkrankungen gegeben hat.

Dies war offensichtlich 2013 in sieben KVen aufgrund der Grippewelle der Fall gewesen. Auch Ausnahmeereignisse, die einen erhöhten Behandlungsbedarf hervorgerufen hätten, habe es nicht gegeben.

Die Verpflichtung der Kassen, zusätzliche Behandlungen unter bestimmten Umständen nachträglich zu honorieren, besteht seit 2009, aber erst für 2013 wurde erstmals dieser Fall festgestellt.

Hintergrund ist, dass sich das Honorar der Kassenärzte in der MGV (Morbiditätsbedingte Gesamtvergütung) am Behandlungsbedarf aufgrund der Demografie und der Morbidität (festgestellte Diagnosen!) orientiert. Auf die Steigerungssätze der Morbidität für das Honorar 2017 haben sich Ärzte und Krankenkassen anders als in den Vorjahren im August noch nicht geeinigt. (ger)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Mütter stellen früh die Weichen für Babys Gesundheit

Dicke Mutter = dickes Baby: Diese Gleichung geht oft auf - leider. Ernährungs-Experten tauschen sich daher auf einem Kongress über den frühen Einfluss der mütterlichen Ernährung u.a. auf das Diabetesrisiko des Kindes aus und geben Tipps. mehr »

Merkel beansprucht Führung weiter für sich

Drastische Einbußen, aber immer noch vorn: Die Wähler versetzen der Union einen Kinnhaken. Die große Koalition scheint passé. Auch die Umfrageteilnehmer der "Ärzte Zeitung" hatten bereits im Vorfeld eine neue "GroKo" abgelehnt. mehr »

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »