Ärzte Zeitung online, 14.12.2016
 

Kinderrichtlinie

U-Untersuchungen ab Januar höher bewertet

Vier Monate nach Inkrafttreten der neuen Kinderrichtlinie sind die erweiterten Leistungen der Kindervorsorge im EBM umgesetzt. Entsprechende Beschlüsse hat der Bewertungsausschuss in dieser Woche gefasst.

BERLIN. Das erweiterte Früherkennungsprogramm für Kinder kann in Kürze starten. KBV und GKV-Spitzenverband haben die Vergütung für die zusätzlichen Leistungen im Kinder-Früherkennungsprogramm im EBM geregelt. Das sieht ein Beschluss des Bewertungsausschusses von Anfang der Woche vor.

Zentraler Inhalt des Beschlusses ist die Umsetzung der erweiterten Inhalte der Früherkennungsuntersuchungen U1 bis U9, wie sie die zum 1. September in Kraft getretene Kinderrichtlinie vorsieht.

Wie die "Ärzte Zeitung" erfahren hat, erhalten Ärzte zukünftig für jede der Untersuchungen U2 bis U9 etwa 42 Euro. Derzeit sind es rund 32 Euro beziehungsweise 37 Euro für die U7a.

Bei den Früherkennungsuntersuchungen in den ersten sechs Lebensjahren sollen Kinder- und Jugendärzte zukünftig, wie im September gemeldet, noch intensiver auf psychische und soziale Aspekte achten. Es geht darum, Verhaltensauffälligkeiten und Risikofaktoren für psychische Erkrankungen vorzubeugen, früh zu erkennen und den Eltern entsprechende Hilfen anzubieten.

Für das gegebenenfalls ambulant durchzuführende Screening von Neugeborenen auf Mukoviszidose sei die Gebührenordnungsposition (GOP) 01707 angepasst (135 Punkte statt bisher 103 Punkte) und die GOP 01709 (50 Punkte) neu aufgenommen worden.

Die dreistufige Labordiagnostik kann mit den neuen GOP 01725 bis 01727 abgerechnet werden. Die GOP 01708 wird dagegen gestrichen. (ger)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Wie Grippeviren ihr Erbgut steuern

Forscher haben nachgewiesen, wie Gene von Influenza-A-Viren an- und abgeschaltet werden. Die Erkenntnisse sollen die Entwicklung neuer Therapien vorantreiben. mehr »

6000 Euro Strafe für Informationen über Abtreibung

Wegen unerlaubter Werbung für Schwangerschaftsabbrüche hat das Amtsgericht Gießen am Freitag eine ortsansässige Allgemeinärztin zu 6000 Euro Geldstrafe verurteilt. mehr »

Mehr Transparenz soll die Wogen der SPRINT-Studie glätten

Der Streit um die SPRINT-Studie hält an. Im Fokus steht die genutzte Methode der Praxisblutdruckmessung, um die sich Gerüchte rankten. Jetzt hat die SPRINT-Gruppe für mehr Transparenz gesorgt. mehr »