Ärzte Zeitung, 13.10.2010

Das Forschungsthema

Zwei seit langem bekannte Signalwege sind an der Entstehung der linksventrikulären Hypertrophie beteiligt: als G-Protein-gekoppelte Rezeptoren bezeichnete Andockstellen sowie Rezeptoren vom Tyrosinkinase-Typ. Mit dieser Entdeckung durch Dr. Kristina Lorenz liefert die Forscherin einen vielversprechenden Angriffspunkt für eine innovative therapeutische Strategie. Lorenz hat entdeckt, dass die Phosphorylierung, also das Anhängen von Phosphatgruppen, an einer bestimmten Stelle der Kinasen - am Aminosäure-Baustein Threonin-188 -vorzugsweise das Zellwachstum im Herzen ankurbelt (Nat Med 2009; 15: 75). Diese Phosphorylierung ist im Herzmuskelgewebe von Patienten mit Herzinsuffizienz und -hypertrophie nachweisbar. Der kausale Zusammenhang zwischen der unumkehrbaren Phosphorylierung und der Hypertrophie wurde in Kardiomyozyten und transgenen Mäusen belegt. Lorenz hat bereits zwei Hemmstoffe identifiziert, die selektiv die Phosphorylierung dieser Kinasen hemmen.

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