Ärzte Zeitung online, 14.09.2017

Umfrage

Mehrheit für strengere Regeln bei Nutztierhaltung

BERLIN. Ein Großteil der Bundesbürger wünscht sich einer Umfrage zufolge strengere Vorschriften und mehr Transparenz bei der Haltung von Nutztieren wie Schweinen oder Hühnern. 80 Prozent der Befragten sprachen sich bei der Umfrage des Instituts Forsa dafür aus, dass auf Produkten gekennzeichnet wird, wie die Tiere gehalten wurden, teilte der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) heute in Berlin mit.

Rund 75 Prozent waren zudem dafür, dass der Einsatz von Reserveantibiotika in der Nutztierhaltung verboten wird. Diese Mittel sind eigentlich für Menschen gedacht, bei denen herkömmliche Antibiotika aufgrund von Resistenzen nicht mehr wirken.

Der BUND sieht die Gefahr, dass Reserveantibiotika über die Tiere in den menschlichen Körper gelangen und dieser resistente Keime dagegen bildet. "Ein Verbot von Reserveantibiotika in der Nutztierhaltung ist überfällig", teilte die Organisation mit. Tiere, die gut gehalten würden, bräuchten keine Antibiotika "und schon gar nicht solche, die für die menschliche Gesundheit essenziell sind."(dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Fehldiagnose lässt "Thrombophilie"-Patientin zittern

Bei einer Frau mit Venenthrombose wurde eine Thrombophilie-Diagnostik vorgenommen. Der Verdacht erhärtete sich und bescherte ihr angstvolle Wochen. mehr »

Schärfe und Säure kurbeln das Immunsystem an

Was wir essen, beeinflusst maßgeblich, wie gut die Immunabwehr im Speichel funktioniert. Das haben Münchener Forscher untersucht. mehr »

Was tun gegen sexuelle Belästigung?

Anzügliche Bemerkungen, obszöne Witze, schlüpfrige Mails bis hin zu Berührungen: Sexuelle Aufdringlichkeit gehört auch in Praxen und Kliniken manchmal zum Alltag. Statt die Belästigungen zu ignorieren, sollten sich Betroffene wehren - dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. mehr »