Ärzte Zeitung, 30.06.2016

Geburtshilfe

Jährlich etwa 100 gemeldete Schäden

KARLSRUHE. Dem Deutschen Hebammenverband werden pro Jahr etwa 100 Geburtshilfe- Schäden bei Neugeborenen oder Müttern gemeldet. Die Zahl ist seit Jahren in etwa konstant.

Lediglich bei etwa der Hälfte der von den Hebammen gemeldeten Fälle kommt es tatsächlich zu Schadenersatzforderungen.

Darunter ist jedoch nur ein geringer Teil mit großen Schäden und Schadenssummen im Millionenbereich. Es gibt laut Verband jedoch keine genauen Zahlen.

Er verweist auf eine Erhebung der Versicherungswirtschaft von 2015, nach der es heute nicht mehr Geburtsschadensfälle als früher gibt. Jedoch seien die Ausgaben für schwere Schäden drastisch gestiegen.

Der Hebammenverband bietet als einziger Berufsverband noch eine Gruppenhaftpflichtversicherung für alle Hebammenleistungen an.

Sie steigt zum 1. Juli von 6274 Euro auf 6843 und 2017 auf 7639 Euro. Behandlungsfehler können noch Jahre später geltend gemacht werden. Die Verjährungsfrist beträgt 30 Jahre. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Mütter stellen früh die Weichen für Babys Gesundheit

Dicke Mutter = dickes Baby: Diese Gleichung geht oft auf - leider. Ernährungs-Experten tauschen sich daher auf einem Kongress über den frühen Einfluss der mütterlichen Ernährung u.a. auf das Diabetesrisiko des Kindes aus und geben Tipps. mehr »

Merkel beansprucht Führung weiter für sich

Drastische Einbußen, aber immer noch vorn: Die Wähler versetzen der Union einen Kinnhaken. Die große Koalition scheint passé. Auch die Umfrageteilnehmer der "Ärzte Zeitung" hatten bereits im Vorfeld eine neue "GroKo" abgelehnt. mehr »

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »