Ärzte Zeitung, 17.09.2014

Universität Freiburg

Sportmediziner trotz Plagiaten weiter Professor

FREIBURG. Ein Freiburger Wissenschaftler darf seinen Professoren-Titel und seine damit verbundene Pension behalten, obwohl er nach Überzeugung der Universität in seiner Habilitation betrogen hat.

Das habe der Rektor entschieden, teilte die Hochschule mit. Zur Begründung hieß es, es liege kein schweres Dienstvergehen vor.

Zudem habe der Wissenschaftler seine Dienstpflichten an der Universität fast ein Jahrzehnt lang ohne Fehl und Tadel erfüllt.

Dem Sportmediziner war im November 2013 seine Habilitation, die als wichtige Voraussetzung für eine Berufung als Professor gilt, aberkannt worden. Laut Universität war sie teilweise wortwörtlich identisch mit sieben von ihm betreuten Doktorarbeiten - ohne, dass dies in Zitaten oder Querverweisen deutlich gemacht worden sei.

Dies bestreitet der Professor laut seinen Anwälten. Eine Überprüfung des Verfahrens der Aberkennung seiner Habilitation wolle er aber nicht. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt Ältere nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Mit diesem Ergebnis überrascht die ASPREE-Studie. mehr »

Allergien machen Kindern zu schaffen

Allergien, psychische Störungen und Unfälle bleiben die häufigsten Risiken für chronische Krankheiten von Kindern. Vor allem Asthma, Heuschnupfen und Neurodermitis beeinträchtigen den Nachwuchs. mehr »

Tuberkulose - tödlichste Infektionskrankheit

1,6 Millionen Menschen starben im vergangenen Jahr an Tuberkulose, berichtet die WHO. Damit bleibt TB die tödlichste Infektionskrankheit der Welt. mehr »