Ärzte Zeitung online, 29.06.2017
 

Habilitationen

Mediziner verteidigen die Pole Position

WIESBADEN. Mit insgesamt 802 abgeschlossenen Verfahren dominierten 2016, wie in den Jahren zuvor, die Fächergruppe Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften das Habilitationsgeschehen in Deutschland – und zwar bei Männern (596) wie bei Frauen (206). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch in Wiesbaden bekannt gab, haben im vergangenen Jahr 1581 Wissenschaftler ihre Habilitation an wissenschaftlichen Hochschulen in Deutschland erfolgreich abgeschlossen.

Laut Destatis nahm die Gesamtzahl der Habilitationen im Vergleich zum Vorjahr um fast drei Prozent ab. Gleichzeitig erhöhte sich die Zahl der weiblichen Habilitierten insgesamt um vier Prozent auf 481. Dies entspricht einem Frauenanteil an den Habilitationen von 30 Prozent (Vorjahr: 28 Prozent). Zum Vergleich: Im Bereich der Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften betrug der Frauenanteil bei den Habilitierten im vergangenen Jahr 26 Prozent. Das Durchschnittsalter der im Jahr 2016 Habilitierten lag wie im Vorjahr bei 41 Jahren. Frauen waren mit durchschnittlich knapp 42 Jahren geringfügig älter als Männer (41 Jahre).

194 Habilitationen wurden im vergangenen Jahr in Deutschland von ausländischen Wissenschaftlern erfolgreich beendet – wiederum dominierte hier mit insgesamt 73 Habilitationen die Fächergruppe Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften. Der Ausländeranteil bei den Habilitationen stieg im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozentpunkte auf 12 Prozent. Im Jahr 2006 hatte der Ausländeranteil an den Habilitierten noch vier Prozent betragen.(maw)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Progesteron-Gel kann Frühgeburt vermeiden

Sinkt der Progesteronspiegel in der Schwangerschaft zu früh, verursacht das wohl eine vorzeitige Wehentätigkeit und Geburt.Einige Frauen schützt eine vaginale Hormonapplikation davor. mehr »

Statine mit antibakterieller Wirkung

Die kardiovaskuläre Prävention mit einem Statin schützt möglicherweise auch vor Staphylococcus-aureus-Bakteriämien. Das hat eine dänische Studie ergeben. mehr »

Das steht in der neuen Hausarzt-Leitlinie Multimorbidität

Die brandneue S3-Leitlinie Multimorbidität stellt den Patienten als "großes Ganzes" in den Mittelpunkt – und gibt Ärzten eine Gesprächsanleitung an die Hand. mehr »