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Kommentar

Weckruf aus der Biotech-Branche

Matthias WallenfelsVon Matthias Wallenfels Veröffentlicht:

Big Data gilt als ein großer Hoffnungsträger, wenn es um die Optimierung von Forschungsansätzen, insbesondere bei chronischen und seltenen Erkrankungen, geht. Explizit wird hier immer wieder auf das Potenzial der stratifizierten Medizin mit ihren patientenindividuellen Diagnostik- und Therapieoptionen verwiesen.

Eine große Konfliktlinie für deutsche Unternehmen, die sich der Suche nach innovativen – Big Data basierten – Lösungen verschrieben haben, ist der nationale wie europäische Datenschutz, den sie bei der Nutzung von Patientendaten in der Forschung berücksichtigen müssen.

Es ist daher richtig, wenn der Biotech-Branchenverband die einsetzende, vorweihnachtliche Ruhe nutzt für einen Weckruf an den Gesetzgeber. Die Experten fordern, bei der Anpassung des deutschen Datenschutzrechts an die EU-Datenschutzgrundverordnung die Rechtsbasis dafür zu schaffen, dass Daten zum Zwecke der Forschung und Entwicklung und zum Wohle des Patienten genutzt werden können.

Je schneller sie Rechtssicherheit hat, desto eher kann die Branche zielgerichtet forschen – und auch Ergebnisse liefern. Das Potenzial des Healthcare-Segments, in dem sich viele Start-ups tummeln, ist enorm – ein Wettbewerbsvorteil für Deutschland.

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