Ärzte Zeitung, 25.11.2015

Kommentar zum E-Health-Gesetz

Gesetzgeber ist lernfähig

Von Rebekka Höhl

Ein guter Ansatz, aber ... - Worte, die jeden Schüler frösteln lassen, weil man sofort weiß, dass man trotz aller Bemühungen den Anforderungen nicht gerecht geworden ist. Genau diese Bemerkung fiel im Zusammenhang mit dem E-Health-Gesetz ständig.

Ob von Kassenseite, aus der Ärzteschaft oder aus Industriekreisen: immer wieder wurde der Gesetzgeber mehr kritisiert als gelobt.

Das E-Health-Gesetz sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung, aber von einer echten digitalen Vernetzung der Akteure im Gesundheitswesen schien man trotz der gesetzten Fristen nach wie vor meilenweit entfernt zu sein.

Einige frotzelten sogar, dass das "Gesetz für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen" die Bezeichnung digital nicht verdiene.

Denn zentrale Themen wie die elektronische Patientenakte, telemedizinische Anwendungen und die Integration des immer stärker wachsenden Mobile-Health-Sektors kamen erst gar nicht oder nur sehr unzureichend im Gesetzentwurf vor.

Doch die Kritik ist offenbar angekommen: Die nun vorgelegten Änderungsanträge greifen genau diese Themen auf und gießen sie in Paragrafen.

Mehr noch: Endlich darf auch der Patient, um dessen Daten es letztlich geht, teilhaben. Damit kämen wir einem echten digitalen Gesetz und der zugehörigen digitalen Autobahn ein ganzes Stück näher.

Lesen Sie dazu auch:
E-Health-Gesetz: Diese Änderungen sind geplant

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Stromstimulation hilft Gedächtnis auf die Sprünge

US-Forscher haben mit einer speziellen Wechselstromstimulation das Arbeitsgedächtnis von über 60-Jährigen auf das Niveau von 20-Jährigen gehoben – zumindest für kurze Zeit. mehr »

Aufklärung alleine verpufft

Nicht nur zu Ostern locken Schokolade und Co.: Laut DONALD-Studie liegt der Zuckerverzehr gerade bei Kindern und Jugendlichen noch immer über der WHO-Empfehlung. Forscher sehen hier die Politik in der Pflicht. mehr »

Länger geguckt, eher gekauft

Menschen treffen irrationale Kaufentscheidungen, so eine Studie: Allein eine lange Betrachtungsdauer lässt Personen eher zugreifen – selbst, wenn das Produkt schlecht ist. mehr »