Ärzte Zeitung online, 24.04.2017
 

conhIT

PwC: Hohes Effizienzpotenzial durch Einsatz von E-Health

BERLIN. Durch den konsequenten Einsatz von E-Health-Lösungen im deutschen Gesundheitswesen könnte in Deutschland ein Effizienzpotenzial von rund 39 Milliarden Euro gehoben werden. Das wären etwa zwölf Prozent der gesamten GKV-Krankheitskosten im Jahr 2014. Das zeigt die aktuelle Studie "Effizienzpotenziale durch E-Health" von Strategy&, der Strategieberatung von PwC, im Auftrag der CompuGroup Medical und des Bundesverbandes Gesundheits-IT (bvitg). Die Studie beruhe eher auf konservativen Annahmen, heißt es in einer Pressemitteilung im Vorfeld der conhIT. Ausführliche Ergebnisse werden zum Auftakt der Gesundheitsmesse in Berlin vorgestellt. "Mit dieser Studie ist es uns nun gelungen, die Potenziale von E-Health gesamtheitlich und erstmals anhand medizinisch validierter Behandlungspfade zu quantifizieren", erläuterte Uwe Eibich, Vorstand der CompuGroup Medical Deutschland AG.(ger)

[25.04.2017, 23:23:22]
Thomas Georg Schätzler 
Klassische "Milchmädchenrechnung" beim "E-Health-Hype"
Wenn weltweit operierende, internationale Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen wie "PricewaterhouseCoopers (PwC) International" mit einer eigenen Tochterfirma namens "Strategy" uns Medizin-Profis vom sicher noch fiktiven Einsparpotenzial von rund 39 Milliarden Euro an Effizienzreserven bei einem absolut durchrationalisierten "E-Health-Hype-Gesundheitswesen" ebenso medizin- wie bildungsfern vorschwärmen, kann man sicher sein, dass diese selbsternannten "Gesundheits"-Experten dafür Kosten einschließlich ihrer eigenen Gewinnbeteiligung von mindestens 50 Milliarden Euro einkalkulieren.

Denn unser extrem teuer und überbürokratisiert verwaltetes "Gesundheitswesen", in dem die eigentlich sinnstiftende Arbeit der ambulanten/stationären Krankheitsbewältigung und Krankenversorgung am Patienten allein von engagierten Ärztinnen und Ärzten bzw. hoch-motiviertem Logistik- und Pflegepersonal zu überwiegend niedrigen Einkommenstarifen geleistet wird, entwickelt sich mehr und mehr zum Spiel- und Experimentierfeld gewinnsüchtiger Kapitalanleger und dominanter BWL- und VWL-Ökonomen ohne Weißkittel, aber dafür mit Schlips und Kragen.

Das ist nur noch vergleichbar mit einem Finanzberater, der einem Milchbauern eine vollautomatische Melkanlage für 30 Milchkühe aufschwatzen und verkaufen will, dafür aber im Kaufvertrag die lediglich vorhandenen 20 Milchkühe als Existenzgrundlage des armen Landwirtes für sich selbst als Verkäufer der modernen Technik in Zahlung nimmt...

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund  zum Beitrag »

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