Ärzte Zeitung online, 21.05.2019

Bitkom-Studie

Digital Health ist keine Kann-Option

Jeder zweite Bundesbürger sieht die digitale Gesundheitsversorgung künftig als Muss an. Zwei Drittel wollen die E-Patientenakte nutzen.

Der digitale Wandel wird auch die Medizin verändern. Immerhin 46 Prozent der Bundesbürger sind der Meinung, dass künftig ein Teil der medizinischen Versorgung ausschließlich digital stattfinden wird.

So sollen die steigenden Kosten des Gesundheitswesens aufgefangen werden. Das zeigt eine repräsentative Studie des Digitalverbands Bitkom unter über 1000 Bundesbürgern ab 16 Jahren.

Dabei werden digitale Gesundheitsangebote bereits heute genutzt: 65 Prozent der Smartphone-Besitzer verwenden bereits Gesundheits-Apps. 44 Prozent meinen, dass sie dank der Apps besser über ihren Körper und ihren Gesundheitszustand Bescheid wüssten.

Interessant ist auch, dass sich jeder Zweite nach einem Arzttermin noch einmal online Informationen einholt. Zwei Drittel suchen dabei nach alternativen Behandlungsmethoden, ein Fünftel informiert sich aber auch online, weil sie den Arzt nicht verstanden haben.

Eine elektronische Patientenakte würden zwei Drittel nutzen. Und dies betrifft nicht nur die Jüngeren: Die meisten Befürworter (74 Prozent) findet die E-Akte zwar in der Altersgruppe der 16- bis 29-Jährigen, aber auch 60 Prozent der Altersgruppe 65plus würde die Akte nutzen.

Ganz oben auf der Wunschliste der Funktionen steht dabei der elektronische Impfpass (98 Prozent), gefolgt vom Medikationsplan und der Diagnosenübersicht (jeweils 91 Prozent). 78 Prozent wäre zudem ein Zweitmeinungsmodul wichtig. (reh)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Auf diese Arzneien sollten Ärzte bei Hitze achten

Auf bis zu 40 Grad soll das Thermometer diese Woche klettern. Ein Risiko für viele Patienten – vor allem unter bestimmten Medikamenten. mehr »

Pflege geht auf die Psyche und den Rücken

Der aktuelle TK-Gesundheitsreport 2019 hat die Gesundheit der Menschen in Pflegeberufen untersucht. Das Ergebnis zeigt deutlich: Die Belastung in dieser Branche ist hoch. mehr »

Mehr Beratung für mehr Organspenden!

Der Bundestag berät heute zwei Initiativen zur Reform der Organspende in Deutschland. Jüngst kam von einem Experten Kritik an einem der Entwürfe: zu teuer. Das ist „unseriös“, kontert eine Parlamentarierin. mehr »