Ärzte Zeitung, 02.06.2014

E-Card

Gesundheitsberufe wollen stärker mitgestalten

BERLIN. Wenn die elektronischen Heilberufs- und Berufsausweise für den Zugang in die Telematikinfrastruktur kommen, dann sollten sie auch tatsächlich alle Gesundheitsberufe einbeziehen.

Das und mehr Mitwirkungsmöglichkeiten bei der Gestaltung und Nutzung der Telematikinfrastruktur fordert der Fachbeirat länderübergreifendes elektronisches Gesundheitsberuferegister (eGBR).

Der Fachbeirat, in dem mehr als 30 Verbände der Gesundheitsfachberufe, Gesundheitshandwerker und weiterer Leistungserbringer im Gesundheitswesen zusammenarbeiten, hat nun ein entsprechendes Positionspapier an Gesundheitsminister Hermann Gröhe übergeben.

Bei der bisherigen Diskussion über die elektronische Gesundheitskarte und die dazugehörige Telematikinfrastruktur würden wichtige Bereiche des Gesundheitswesens wie die Heil- und Hilfsmittelversorgung, die Rehabilitation und die ambulante sowie stationäre Pflege weitgehend ausgeklammert, moniert der Fachbeirat in einer Mitteilung.

Die Verfügbarkeit von existenziellen behandlungsrelevanten Informationen im Bereich der nicht-ärztlichen Therapie und Versorgung sei derzeit häufig dem Zufall überlassen, was erhebliche Auswirkungen auf die Lebensqualität der Patienten und die Wirtschaftlichkeit der Versorgung habe, heißt es weiter. Die Telematikinfrastruktur könne das ändern, sofern die Berufsgruppen einbezogen würden. (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Wenn Frauen beim Sex Urin verlieren

Unwillkürlicher Urinabgang beim Geschlechtsverkehr tritt bei Frauen öfter auf, als viele glauben. Gesprochen wird darüber nur selten. Dabei könnte den Betroffenen geholfen werden. mehr »

Aufgeschlossen, aber schlecht informiert

Jugendliche und junge Erwachsene halten sich beim Thema Organspende für eher schlecht informiert. Trotzdem sind sie dafür wesentlich aufgeschlossener als Ältere. mehr »

Hirnschaden durch zu viel Selen

Fast blind und dement kommt eine Frau zum Arzt. Dieser findet das Problem: Sie hat lange viele Selenpillen geschluckt. Die Nahrungsergänzung schädigte ihr Hirn dauerhaft. mehr »