Ärzte Zeitung online, 23.05.2017

Krankenhaus-IT

MB: Staat soll zehn Milliarden Euro investieren

FREIBURG. Ein staatliches Sonderprogramm in Höhe von zehn Milliarden Euro zur Modernisierung der Klinik-IT fordert der Marburger Bund (MB). Viel zu oft würden Ärzte im Krankenhaus noch mit veralteter und langsamer Hard- und Software arbeiten, so die Delegierten auf der Hauptversammlung am Wochenende in Freiburg. Die schlechte Handhabbarkeit provoziere Fehler, koste Zeit in der Versorgung und demotiviere die Beschäftigten. IT-Systeme in Kliniken müssten besser aufeinander abgestimmt sein und auch am Krankenbett zur Verfügung stehen.

Auf der Hauptversammlung war über das Thema Digitalisierung zum Teil sehr kontrovers diskutiert worden. Doch ein Großteil der Ärzte sieht hier mehr Chancen als Risiken. Es müsse aber darauf geachtet werden, dass sich die IT nicht vorrangig an der Optimierung administrativer Prozesse orientiere, sondern an den Erfordernissen der klinischen Tätigkeit, hieß es.(chb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Fehldiagnose lässt "Thrombophilie"-Patientin zittern

Bei einer Frau mit Venenthrombose wurde eine Thrombophilie-Diagnostik vorgenommen. Der Verdacht erhärtete sich und bescherte ihr angstvolle Wochen. mehr »

Schärfe und Säure kurbeln das Immunsystem an

Was wir essen, beeinflusst maßgeblich, wie gut die Immunabwehr im Speichel funktioniert. Das haben Münchener Forscher untersucht. mehr »

Was tun gegen sexuelle Belästigung?

Anzügliche Bemerkungen, obszöne Witze, schlüpfrige Mails bis hin zu Berührungen: Sexuelle Aufdringlichkeit gehört auch in Praxen und Kliniken manchmal zum Alltag. Statt die Belästigungen zu ignorieren, sollten sich Betroffene wehren - dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. mehr »