Kommentar – TeleArzt-Vertrag in Thüringen

Bedürfnisse verstanden

Anke ThomasVon Anke Thomas Veröffentlicht:

Projekte rund um die Telemedizin verlaufen bislang nur schleppend und sind wenig auf die Bedürfnisse der Ärzte auf dem Land zugeschnitten. Beispielhaft ist die Videosprechstunde zu nennen, die nur wenige Ärzte nutzen.

Kein Wunder, denn die Leistung ist nur gering vergütet, ein telefonischer Kontakt spült den gleichen Umsatz in die Praxiskasse und eine Videosprechstunde darf nur bei wenigen, genau definierten Indikationen angeboten werden.

Bei Betrachtung des Projektes in Thüringen scheinen die Verantwortlichen, die KV Thüringen und die AOK plus, die Bedürfnisse der Hausärzte und auch der Patienten besser verstanden zu haben.

Eine Sturzrisikoanalyse bei multimorbiden Patienten zu Hause durchzuführen, scheint vor allen Dingen bei älteren, gebrechlichen Senioren sinnvoll.

Diese Analyse kann prima von einer NäPa durchgeführt werden. Das Wundmanagement, das im Vertrag explizit aufgenommen wurde, macht ebenfalls Sinn und betrifft gewiss viele Patienten.

Der Arzt spart durch den Besuch der NäPa Zeit und wenn es brenzlig wird, ist der Hausarzt per Video dabei. Sollte der Vertrag den Hausärzten bei der Versorgung wirklich helfen, sind Nachahmer gewünscht. Denn Versorgungskonzepte, die in der Fläche funktionieren, werden dringend benötigt.

Lesen Sie dazu auch: Thüringen: TeleArzt-Vertrag für alle Hausärzte mit NäPa

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

© KVNO

Schnell und sicher

Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

Anzeige | Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Potenzielle Schäden durch eine Influenza-Infektion an verschiedenen Organsystemen

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3, 17–19]

Impfen und Herzgesundheit

Mehr als nur Grippeschutz: Warum die Influenza-Impfung bei Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen so wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Frauenärztin und Aufklärerin auf Instagram

Dr. Annika Schauer: Gynfluencerin und Wies’n-Kellnerin

Lesetipps
Eine ältere Frau bekommt eine Impfung in den rechten Oberarm.

© David Pereiras / Stock.adobe.com

RCTs und Real-World-Evidenz

Wie gut die RSV-Impfung bei Erwachsenen wirkt – und ankommt