Ärzte Zeitung, 08.09.2008

Endet Prozess um Schrottimmobilien mit Vergleichen?

KARLSRUHE (dpa). Im Rechtsstreit zwischen geprellten Käufern sogenannter Schrottimmobilien und der Bausparkasse Badenia kommt es nach Angaben des Oberlandesgerichts (OLG) Karlsruhe sehr wahrscheinlich zu Vergleichen.

Es werde beim nächsten Verhandlungstermin am 16. September kein Urteil gesprochen, teilte eine OLG-Sprecherin mit. In drei Fällen werde es mit großer Wahrscheinlichkeit Vergleichsverhandlungen geben, ein Fall müsse neu verhandelt werden. Mitte Juli war der jahrelange Streit um den Kauf minderwertiger Immobilien mit den ersten vier Verfahren über die Ansprüche von Anlegern in eine neue Runde gegangen. Insgesamt sind 300 Klagen gegen die Bausparkasse Badenia anhängig.

Die Käufer der überteuerten Immobilien fordern ihre Verluste von der Bausparkasse zurück, die den Käufern zur Finanzierung der Geschäfte Darlehen gewährt hatte. Hintergrund sind die Immobilienverkäufe der inzwischen insolventen Dortmunder Firma Heinen & Biege. Sie vertrieb in den 1990er Jahren Wohnungen, die als Steuersparmodell ohne Eigenkapital zur Altersversorgung gerade für weniger solvente Käufer gedacht waren. Badenia hatte mehr als 7000 solcher Käufe finanziert.

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