Ärzte Zeitung, 29.10.2009

Moody's stuft Rating der apoBank herunter

DÜSSELDORF (ava). Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) braucht nach Einschätzung der Ratingagentur Moody‘s womöglich bald erneut finanzielle Hilfe von außen. Das FinanzkraftRating für die Bank wurde von C auf D gesenkt und mit einem negativen Ausblick versehen.

Moody's begründete am Dienstag die Abstufung mit dem Risiko des großen Portfolios der apoBank an strukturierten Papieren, deren Qualität sich verschlechtere. Gleichzeitig bestätigte Moody's das Langfrist-Rating der apoBank mit A2, änderte den Ausblick jedoch von "stabil" auf "negativ." Die Bestätigung des A2-Ratings geht nach Moody's Angaben auf die Einbindung der Genossenschaftsbank in den Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) zurück.

Das neue Rating von Moody's traf die apoBank nicht überraschend. Die Agentur habe schon im Juli angekündigt, das "C"-Finanzkraft-Rating zu überprüfen, teilte eine Sprecherin mit. Erfreulich ist nach Auskunft der Bank dass das Langfrist-Rating der apoBank mit A2 bestätigt wurde.

Die Bank hatte Ende August angekündigt, dass der Branchenverband BVR um Hilfe geben wurde und eine Garantie über 150 Millionen Euro zur Abschirmung des Wertpapierportfolios zur Verfügung stellen werde.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

30 Minuten Bewegung am Tag verhindern jeden 12. Todesfall

Bewegung verlängert das Leben, das bestätigt die bisher größte Studie zum Thema. Und: Bewegung im Alltag reicht dazu schon aus, es muss kein anstrengender Sport sein. mehr »

Merkel beansprucht Führung weiter für sich

Drastische Einbußen, aber immer noch vorn: Die Wähler versetzen der Union einen Kinnhaken. Die große Koalition scheint passé. Auch die Umfrageteilnehmer der "Ärzte Zeitung" hatten bereits im Vorfeld eine neue "GroKo" abgelehnt. mehr »

Impfpflicht löst Masernproblem nicht

Eine Impfpflicht bei Masern würde ungeimpfte Erwachsene als Verursacher nicht erreichen und Skeptiker vor den Kopf stoßen. Ausbrüche sind nur mit mehr Engagement zu verhindern, so RKI-Präsident Prof. Lothar Wieler. mehr »