Ärzte Zeitung, 22.06.2010

Kleine und günstige Wohnungen begehrt

BERLIN (dpa). Kleine und billige Mietwohnungen werden begehrter und aus Branchensicht in vielen deutschen Städten bereits knapp. Die Nachfrage nach Ein- und Zweizimmerobjekten nehme weiter zu, teilte der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) am Dienstag mit.

Es sei davon auszugehen, dass sie in manchen Märkten größer sei als das Angebot. Vor allem einkommensschwächere Haushalte und Familien entschieden sich zusehends für kleinere Flächen. Selbst in relativ entspannten Märkten wie Berlin gebe es teils 150 Bewerber bei Besichtigungen. Anbieter reagierten darauf, indem sie größere Wohnungen teilten oder bei Neubauten kleinere Einheiten planten.

Der Wohnungsbau in Deutschland dürfte sich erstmals seit längerem wieder etwas erholen, wie Verbandspräsident Lutz Freitag in Berlin sagte. Nach dem Tiefstand von 159  000 fertiggestellten Wohneinheiten 2009 sei in diesem Jahr ein leichter Anstieg auf 173 000 zu erwarten. Vor allem in Ballungsräumen wie Hamburg, München oder dem Rhein-Main- Gebiet sei aber ein Wohnungsmangel zu beobachten. Der GdW forderte die Bundesregierung auf, Kürzungspläne bei der Städtebauförderung und der energetischen Gebäudesanierung zurückzunehmen.

Die Geschäftsaussichten beurteilten die 3000 Mitgliedsunternehmen, die für ein Drittel des Mietwohnungsmarktes stehen, optimistischer als vor einem Jahr. Die bei ihnen angefallenen Mietschulden gingen erneut zurück, nämlich um 16 Millionen auf 527 Millionen Euro.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

Warum der Zuckersirup zum dicken Problem werden könnte

Seit Anfang Oktober gibt es in der EU keine Quotenregelung mehr für die aus Mais, Getreide oder Kartoffeln gewonnene Isoglukose. Experten befürchten eine Zunahme von Übergewicht und Diabetes. mehr »

Stotter-Therapie im virtuellen Raum

Geschätzt über 800.000 Bundesbürger stottern. Viele von ihnen ziehen sich komplett zurück, weil sie Ablehnung fürchten. Ein Ausweg: Therapie-Methoden, bei denen man zunächst zu Hause sprechen übt – online. mehr »