Ärzte Zeitung, 16.02.2012

Keine Kreditklemme beim Mittelstand

Mittelständler brauchen keine Kreditklemme zu fürchten. Das gilt aber nur für Kunden bestimmter Banken.

FRANKFURT/MAIN (dpa). Nach Zuwächsen im Krisenjahr 2011 sichern Deutschlands Volks- und Raiffeisenbanken dem Mittelstand weiterhin eine ausreichende Finanzierung zu.

"Kunden von Volks- und Raiffeisenbanken werden eine Kreditklemme nicht erleben. Im Gegenteil: Wir freuen uns über jeden Kreditwunsch", sagte der Präsident des Genossenschaftsverbands, Michael Bockelmann, am Mittwoch in Frankfurt.

Allerdings drohe wegen der schärferen Eigenkapitalregeln für Banken ("Basel III") eine Verteuerung von Mittelstandskrediten.

Die pauschale Anhebung der Anforderungen durch die Regulatoren sei nicht akzeptabel, kritisierte Bockelmann.

Es sei "ein Irrwitz", dass Banken Staatsanleihen von Pleitekandidaten wie Griechenland nicht mit Eigenkapital unterlegen müssten, "Kredite an kerngesunde mittelständische Unternehmen aber schon".

Zuwachs bei Kundengeldern und Krediten

Im vergangenen Jahr verbuchten die 315 (Vorjahr: 320) Institute im Verbandsgebiet mit ihren 47 625 (47 914) Mitarbeitern bei Kundengeldern und Krediten Zuwächse.

Die gesamten Kundengelder legten auf knapp 139 (135,5) Milliarden Euro zu, bei den Krediten gab es ein Plus auf rund 105 (101) Milliarden Euro.

Die durchschnittliche Bilanzsumme der Institute erhöhte sich auf 578 (551) Millionen Euro.

Als Chance für die genossenschaftliche Kreditinstitute sieht der Verband die Energiewende: Regionale Energiegenossenschaften könnten eine Antwort auf das Bemühen um alternative Energieversorgung sein.

Der Verband, der in diesem Jahr seit 150 Jahren besteht, vertritt Unternehmen in allen Bundesländern mit Ausnahme von Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Alltags-Chemikalien schaden dem Sperma

In einer Studie an Spermien haben Forscher schädliche Effekte von Alltagschemikalien festgestellt. Problematisch: Die Einzelstoffe potenzieren ihre Wirkung gegenseitig. mehr »

Das läuft falsch bei der Diabetes-Vorsorge

Viele Versuche, Diabetes und Adipositas vorzubeugen, sind zum Scheitern verurteilt: Gesundheitstage an Schulen und eine Zuckersteuer gehören dazu. Diabetes-Experte Prof. Stephan Martin würde die Ressourcen anders verteilen. mehr »

Vorsicht vor E-Mail-Anhängen und Links!

Die meisten Cyber-Angriffe laufen über das elektronische Postfach - daher ist ein gesundes Misstrauen bei jeder E-Mail wichtig, betont Sven Weizenegger. Der Profi-Hacker gibt im Interview Tipps, worauf zu achten ist. mehr »