Ärzte Zeitung, 17.06.2013

PLATOW-Empfehlung

Telefónica bietet eine üppige Dividendenrendite

Die Aktien der großen europäischen Telefongesellschaften konnten von der Börsenhausse bislang nur in einem sehr begrenzten Umfang profitieren. Folglich zählten Titel wie die Deutsche Telekom oder France Telecom auf Zwölfmonatssicht zu den Underperformern im Euro Stoxx 50.

Der spanische Branchenriese Telefónica vollzog eine ähnlich negative Entwicklung. Die tiefgehende Schuldenkrise auf der iberischen Halbinsel belastete das Investorensentiment zusätzlich. Nach dieser relativ enttäuschenden Phase sind wir jetzt aber zunehmend optimistischer für den Wert gestimmt.

Geografisch verlagert sich der wirtschaftliche Schwerpunkt der Madrilenen immer mehr in Richtung Lateinamerika. So wurden im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres hier mehr als die Hälfte aller Gesamteinnahmen erzielt.

Da die Marktstellung von Telefónica in den prosperierenden Regionen wie Brasilien, Argentinien, Chile, Peru und Kolumbien als außergewöhnlich stark einzuschätzen ist, besteht dort weiteres Wachstumspotenzial.

Kurs verläuft im Seitwärtskanal

Die Ausschüttungspolitik macht den Titel für ertragsorientierte Anleger attraktiv. Mit einer 2013er-Dividendenrendite von 9,3% dürften sich auch Liebhaber von festverzinslichen Anlagen künftig angesprochen fühlen. Die Analysten (Thomson) gehen für die kommenden Jahre überwiegend von konstanten Zahlungen an die Anteilseigner aus.

Aus technischer Sicht konnte das rege gehandelte Papier im Sommer 2012 einen tragfähigen Boden im Bereich von 8 Euro bilden. Seitdem verläuft der Kurs in einem Seitwärtskanal.

Kann der Widerstand von 11,75 Euro überwunden werden, was ein wahrscheinliches Szenario ist, dann springen die Börsenampeln eindeutig wieder auf "grün". Defensive Anleger akkumulieren bis 10,05 Euro. Den Stopp bei der Marke von 7,90 Euro setzen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Verändern schon wenige Joints das Gehirn?

Bei Jugendlichen, die nur ein bis zwei Mal Cannabis geraucht haben, sind Hirnveränderungen entdeckt worden. Diese könnten eine Angststörung oder Sucht begünstigen. mehr »

Bessere TSVG-Regelungen in Sicht?

Die großen Brocken wie die Aufstockung der Mindestsprechstundenzahl will Gesundheitsminister Jens Spahn nicht anfassen. Eine Nummer kleiner können die Ärzte aber wohl mit Änderungen am TSVG rechnen. mehr »

Daran starb Karl der Große

Karl der Große führte Kriege quer über den Kontinent. Sein großes Reich erstreckte sich von der Elbe bis Spanien. Am Ende könnte eine Lungenentzündung den mächtigsten Mann des Mittelalters niedergestreckt haben, mehr »