Ärzte Zeitung, 16.04.2015

Regierung

Sozialkassen zehren von ihren Rücklagen

BERLIN. Die Schuldenquote sinkt, die Sozialkassen darben nicht: Die Bundesregierung sieht Deutschland im "Stabilitätsprogramm", das das Bundeskabinett am Mittwoch verabschiedet hat, auf Konsolidierungskurs.

Danach soll die gesamtwirtschaftliche Schuldenquote von derzeit 74,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf 61,5 Prozent (2019) sinken. Die Sozialversicherungen würden "in den Jahren 2015 bis 2018 voraussichtlich geringe Defizite aufweisen".

Dies verdanke sich vor allem in der Rente den hohen Rücklagen, die dann verzehrt werden. Allerdings wird die demografische Entwicklung die altersabhängigen öffentlichen Ausgaben nach oben treiben.

Bis 2060 könne ihr BIP-Anteil von 25,9 auf bis 32 Prozent steigen, heißt es. Gemeint sind Ausgaben für Altersvorsorge, Gesundheit, Langzeitpflege, Leistungen an Arbeitslose, Bildung und Familienleistungen. (fst)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Epileptiker haben hohe Überdosisgefahr

Die Gefahr, an einer Medikamentenüberdosis zu sterben, ist bei Epilepsiekranken fünffach erhöht, so eine Studie. Doch es ist anders, als auf den ersten Blick gedacht: Schuld sind meist nicht die Antikonvulsiva. mehr »

Zehntausende Arztpraxen nicht ohne Barrieren zu erreichen

Nur ein Drittel der Arztpraxen in Deutschland gelten – auch nur zum Teil – als barrierefrei. Das schränke die freie Arztwahl körperlich beeinträchtigter Menschen ein, moniert die Linke-Sozialexpertin Sabine Zimmermann. mehr »

Nichtstun ist gefährlich für Patientendaten

Nur noch wenige Tage, dann tritt die EU-Datenschutzgrundverordnung in Kraft. Grund genug auch für Ärzte, sich die Prozesse der Datenverarbeitung anzuschauen und auf Sicherheit abzuklopfen. mehr »