Ärzte Zeitung, 29.01.2016
 

BFH-Urteil

Hausnotruf mindert Einkommensteuer

MÜNCHEN. Die Kosten eines Hausnotrufs können steuerlich als "Aufwendungen für haushaltsnahe Dienstleistungen" geltend gemacht werden. Nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) in München gilt dies auch im "betreuten Wohnen" (Az.: VI R 18/14).

Der Kläger wohnt in einer Seniorenresidenz und hatte mehrere Posten seines Betreuungsvertrags steuerlich geltend gemacht. Das Finanzamt erkannte nur Hausmeisterkosten und Reinigung als "haushaltsnah" an, nicht aber den Notruf.

Doch der stelle schnelle Hilfe im Notfall sicher, so nun der BFH. Das sei eine Aufgabe, die üblich auch im Haushalt lebende Familienangehörige übernehmen. Daher gehöre auch der Notruf zu den "haushaltsnahen Dienstleistungen". (mwo)

Topics
Schlagworte
Finanzen/Steuern (10519)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Tausende HPV-Tumoren pro Jahr sind vermeidbar

Viele Krebserkrankungen in Deutschland ließen sich durch einen HPV-Schutz vermeiden, so RKI-Berechnungen. Das Institut rät zum Impfen - das könnte auch bei Jungen sinnvoll sein. mehr »

Mit Kohlenhydrat-Tagen die Insulinresistenz durchbrechen

Typ-2-Diabetiker mit schwerer Insulinresistenz können vom Prinzip einer hundert Jahre alten Haferkur profitieren. Erfahrungsgemäß sprechen 70 Prozent der Betroffenen darauf an. mehr »

Kliniken in Nordrhein sind Vorreiter beim E-Arztbrief

Der Klinikbetreiber Caritas Trägergesellschaft West zählt zu den Vorreitern des elektronischen Arztbriefes über KV-Connect. Viele Niedergelassene sind bereits angeschlossen. mehr »