Ärzte Zeitung App, 02.12.2014
 

Fahrfitness

Senioren wollen ärztlichen Rat

Ärzten bietet sich laut einer aktuellen Umfrage großes Potenzial bei der Begutachtung der Fahrtüchtigkeit von Betagten.

BONN. 88 Prozent der Autofahrer in Deutschland über 65 Jahren wünschen sich eine Mobilitätsberatung durch einen Arzt. Zu diesem Ergebnis kommt eine nach eigenen Angaben repräsentative Umfrage des Forschungsinstituts forsa im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR).

Wie die beim DVR beheimatete Aktion Schulterblick mitteilt, hätten sich der Umfrage zufolge 69 Prozent der Autofahrer ab 65 Jahre schon einmal darüber Gedanken gemacht, ab einem bestimmten Alter nicht mehr selbst zu fahren.

Trotz des bekundeten Willens, ärztliche Expertise bezüglich der eigenen Fahrfitness einholen zu wollen, sehe die Realität allerdings anders aus. Der Umfrage zufolge haben erst 15 Prozent der Befragten tatsächlich ihre Fahrfitness beim Arzt prüfen lassen. Und nur zwei Prozent der Befragten seien von ihrem Arzt schon einmal aktiv auf das Thema angesprochen worden.

"Für Führerscheine gibt es kein Verfallsdatum, doch sollte jeder seine Fahrtüchtigkeit regelmäßig beim Arzt prüfen lassen", appelliert Sandra Demuth vom DVR an ältere Kraftfahrzeugführer. Angst, bei einer Untersuchung den Führerschein zu verlieren, müssten die Betroffenen aufgrund der ärztlichen Schweigepflicht nicht haben.

Und: Werde die Untersuchung im Rahmen eines allgemeinen Gesundheits-Checks durchgeführt, der über die Prüfung der Fahrtüchtigkeit hinausgehe, sei dies eine Kassenleistung. (maw)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Frauen schuld an "Männergrippe"?

Jammernde Männer mit Erkältung sind keine Weicheier, sie leiden tatsächlich stärker. Das liegt wohl am Testosteron. Und an Frauen, die testosterontriefende Männer bevorzugen. mehr »

Stammzellgesetz – Bremse für Forscher?

2002 gab es um die Forschung an menschlichen embryonalen Stammzellen eine hochemotionale Debatte. Heute ist der Pionier von ehedem mit dem Stand seiner Arbeit zufrieden. Doch nicht nur er fürchtet durch das Stammzellgesetz Nachteile für Forscher in Deutschland. mehr »

Ebola-Überlebende auch 40 Jahre später noch immun

Eine Forscherin machte sich auf die Suche nach den Überlebenden des ersten Ebola-Ausbruchs – und verspricht sich davon wichtige Erkenntnisse. mehr »