Ärzte Zeitung, 13.09.2013

Kommentar zur Online-Arztbewertung

Augen auf im Internet!

Von Hauke Gerlof

Das Internet wird von Patienten auf der Suche nach einem Arzt zunehmend genutzt. Dass dies längst keine Zukunftsmusik mehr ist, sondern Realität, bestätigen jetzt die Ergebnisse einer Studie der Uni Erlangen-Nürnberg.

Für Ärzte wird es damit im Praxismarketing immer wichtiger, das Web mit einzubeziehen. Der Mechanismus ist klar: Wer in eine neue Stadt kommt und niemanden kennt, der wird heute in vielen Fällen über Arztbewertungsportale gehen, weil dadurch ganz einfach Informationen über die zur Wahl stehenden Ärzte zu finden sind.

Für Ärzte heißt das, dass sie in den Portalen regelmäßig im Blick behalten, wie sie bewertet werden, um gegebenenfalls gegenzusteuern. Ein peppiger Webauftritt, am besten verlinkt mit den Suchportalen, gehört auch dazu.

Aber es geht nicht nur um die Positionierung der eigenen Praxis im Internet, so wichtig diese ist. Ebenso wichtig ist es, dass der Prozess der Arztbewertung weiterhin von der Ärzteschaft kritisch begleitet wird.

Denn eine verbesserte Versorgung der Patienten wird nur dann erreicht, wenn die Bewertungen seriös sind und die Portale letztlich helfen, Qualität transparent zu machen. Begleitforschung, wie sie die seriösen Bewertungsportale fördern, ist in diesem Zusammenhang unverzichtbar.

 

Lesen Sie dazu auch:
Bewertungsportale: Internet wird immer bedeutender für Arztwahl

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Borderline und Psychosen "heilen" mit Antiepileptika

Manche psychisch Kranken brauchen keine Neuroleptika, sondern Antikonvulsiva. Tauchen im EEG bestimmte Muster auf, ist das ein Hinweis auf eine paraepileptische Psychose. mehr »

Epilepsierisiko nach Sepsis erhöht

Überleben Patienten eine Sepsis, ist die Gefahr epileptischer Anfälle in den folgenden Jahren vier- bis fünffach erhöht. mehr »

PKV muss für unverheiratete Paare zahlen

Nach Überzeugung des Oberlandesgerichts (OLG) Karlsruhe ist die Beschränkung der Kostenerstattung für eine künstliche Befruchtung auf Ehepaare in der PKV unzulässig. mehr »