Ärzte Zeitung online, 01.03.2017

Nachwuchsgewinnung

Radioonkologie wirbt mit guten Arbeitszeiten

BERLIN. Die Strahlentherapie wirbt gezielt um Nachwuchs: Die Fachrichtung biete eine gute Work- Life-Balance und die Möglichkeit flexibler Arbeitszeitmodelle bei gleichzeitig verantwortungsvollen Aufgaben. Das betont Professor Stephanie E. Combs, Sprecherin der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO), in einer aktuellen Mitteilung zur Nachwuchswerbung. "In der Strahlentherapie gibt es – anders als in anderen medizinischen Bereichen – strukturell viele Möglichkeiten, um für jeden Einzelnen optimale Arbeitszeitmodelle zu schaffen." Der Grund dafür liegt laut Combs darin, dass einige Behandlungsbereiche planbarer sind als in anderen Fachgebieten.

Unter anderem im Kontext der jährlichen DEGRO-Tagung wirbt die Fachgesellschaft um junge Ärzte. Darüber hinaus besteht mit dem "Club 100" ein Mentoring-Netzwerk. In Deutschland gibt es etwa 1600 Radioonkologen. In der Strahlentherapie herrsche ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Männern und Frauen, so Combs. "Der Anteil von Frauen in leitender Position, beispielsweise als Ordinaria, ist verglichen mit anderen medizinischen Fächern hoch: Von den 30 Lehrstühlen für Strahlentherapie werden fünf von Frauen besetzt." Trotz flexibler Arbeitszeitmodelle seien Leitungsfunktionen auch in der Strahlentherapie jedoch nur in einer Vollzeitstelle zu bewältigen, betont Combs.(jk)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Hunde im MRT hygienischer als bärtige Männer

Ist es hygienisch, Hunde in MRT-Scanner zu legen, mit denen primär Menschen untersucht werden? Ja, legt eine Studie nahe: Bärtige Männer bergen höhere Kontaminationsrisiken. mehr »

Starke Konzentration wird im Fall Valsartan zum Klumpenrisiko

Noch ist die Risikobewertung im Fall Valsartan nicht abgeschlossen. Aber der Vorgang zeigt die Risiken der starken Marktkonzentration. mehr »

Die Gesundheit der Bombenkinder

Seit Jahrzehnten berichten viele Hibakusha – so nennt Japan seine Atombombenopfer – regelmäßig vor Schülern und Interessierten aus dem In- und Ausland von dem Grauen, das sie und ihre Angehörigen erlebten. mehr »
Serie: Wegweiser Weiterbildung