Ärzte Zeitung, 02.03.2010

Uniklinik Greifswald mit Rekordumsatz

Die Uniklinik Greifswald verdient wie nie zuvor und rüstet sich für eine größere Rolle in der Versorgung.

GREIFSWALD (di). Die Greifswalder Uniklinik hat 2009 einen Rekordumsatz von 154 Millionen Euro und zum sechsten Mal in Folge einen Überschuss erzielt. Die Umsatzsteigerung gegenüber 2008 beträgt fast fünf Prozent. Insgesamt beläuft sich der Umsatz des Uniklinikums zusammen mit dem Kreiskrankenhaus Wolgast und seinen Verbundunternehmen auf rund 245 Millionen Euro.

Der ärztliche Direktor Professor Marek Zygmunt erwartet, dass sein Haus wegen der demografischen Entwicklung künftig mehr Verantwortung für die Versorgung in der Region Vorpommern und darüber hinaus übernehmen wird. "Immer mehr ältere Menschen bei niedrigen Geburtenzahlen, hohen Abwanderungsraten und zunehmendem Fachkräftemangel erfordern ein Umdenken in allen Bereichen. Das Uniklinikum stellt sich auf die veränderten Rahmenbedingungen ein", sagte Zygmunt. Als Beispiele nannte er neue Tagesklinikplätze in der Schmerztherapie, eine Palliativstation und die für dieses Jahr geplante Eröffnung einer interdisziplinär ausgerichteten geriatrischen Abteilung. Auch das Telemedizinnetzwerk des Uniklinikums soll ausgebaut werden. In Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten sollen telemedizinische Lösungen in die ambulante Regelversorgung eingeführt werden.

Neu ist, dass die Mitarbeiter des Uniklinikums in diesem Jahr erstmals für ihre Arbeit den gleichen Lohn wie ihre Kollegen in den alten Bundesländern erhalten. Die Personalkosten werden auch deshalb von 92 auf 99 Millionen Euro steigen. Der kaufmännische Direktor Gunter Gotal will dies durch Leistungswachstum kompensieren. In Greifswald wurden 2009 insgesamt 147 000 Patienten (2008: 144 000) betreut, davon 35 796 stationär (2008: 35 675). Die aktuelle Bettenzahl beträgt 850.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »