Ärzte Zeitung, 17.11.2011

Ruf nach Fluoridsalz in Klinik und Kantine

FRANKFURT/MAIN (maw). Für die Verwendung fluoridierten Speisesalzes in der Gemeinschaftsverpflegung - zum Beispiel für Patienten und Belegschaft in Kliniken - und der Gastronomie macht sich die Informationsstelle für Kariesprophylaxe (IfK) stark.

Ihr Argument: Fünf von neun Spitzenköchen würden fluoridiertes Speisesalz einsetzen, wenn sie dürften. Das gehe aus einer qualitativen Akzeptanzanalyse der IfK hervor.

Die Küchenmeister schätzten demnach Fluoridsalz, weil es zum einen der Fluoridversorgung der Zähne diene und bei den Gästen für eine effektive Kariesvorbeugung sorge. Daneben verwiesen die Köche auf zahnmedizinische Fachgesellschaften, die das fluoridierte Salz empfehlen.

Derzeit ist Fluoridsalz laut IfK für den Einsatz in der Gastronomie noch nicht zugelassen. Problematisch sei die geringe Verfügbarkeit von Fluoridsalz im Bereich der Gemeinschaftsverpflegung vor allem deshalb, weil die Außer-Haus-Verpflegung eine immer größere Rolle spiele.

So verpflegten sich zum Beispiel 80 Prozent der Vollzeit-Berufstätigen einer Studie zufolge mittags außer Haus.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Borderline und Psychosen "heilen" mit Antiepileptika

Manche psychisch Kranken brauchen keine Neuroleptika, sondern Antikonvulsiva. Tauchen im EEG bestimmte Muster auf, ist das ein Hinweis auf eine paraepileptische Psychose. mehr »

Epilepsierisiko nach Sepsis erhöht

Überleben Patienten eine Sepsis, ist die Gefahr epileptischer Anfälle in den folgenden Jahren vier- bis fünffach erhöht. mehr »

PKV muss für unverheiratete Paare zahlen

Nach Überzeugung des Oberlandesgerichts (OLG) Karlsruhe ist die Beschränkung der Kostenerstattung für eine künstliche Befruchtung auf Ehepaare in der PKV unzulässig. mehr »