Ärzte Zeitung, 05.06.2012

PKV-Qualitätssiegel für Kliniken

Mit einem neuen Konzept will die PKV medizinische Versorgung und Service in Kliniken verbessern: Krankenhäuser mit hohen Qualitätsstandards erhalten von ihr ein Gütesiegel. Die ersten beiden Siegel sind vergeben.

KÖLN (iss). Die privaten Krankenversicherer (PKV) wollen dafür sorgen, dass ihre Kunden erkennen können, welche Kliniken hohen Qualitätsstandards entsprechen.

Häuser, die bestimmte Kriterien erfüllen und einen Vertrag mit dem PKV-Verband abschließen, erhalten ein spezielles Qualitätssiegel. Den Auftakt hat zum 1. Mai 2012 der Asklepios-Konzern gemacht.

In der Vereinbarung haben die private Klinikgruppe und der Verband die Voraussetzungen für die Erteilung des Qualitätssiegels "Partner der PKV 2012 - Qualität und Service" festgelegt. Der PKV-Verband prüft jedes Jahr neu, ob die einzelnen Häuser die geforderten Kriterien noch einhalten.

Dabei geht es um die medizinische Qualität und den Service. Bei den medizinischen Indikatoren orientieren sich die PKV-Unternehmen an den Daten der externen Qualitätssicherung.

Qualität des St. Elisabeth-Krankenhauses in Köln bestätigt

Für die Vereinbarung mit Asklepios sind außerdem die Informationen des Portals "Qualitätskliniken.de" hinzugezogen worden, erläutert der Verband in der Zeitschrift "PKV publik". "Damit werden neben der Medizinqualität auch Aspekte der Patientensicherheit, der Patientenzufriedenheit und der Einweiserzufriedenheit berücksichtigt."

Häuser, die ihre Leistungen dort transparent machen und gut abschneiden, kommen für den Verband als Vertragspartner in Betracht.

Die medizinische Qualität ist die Voraussetzung dafür, dass die Versicherer auch den Service bei der Wahlleistung Unterkunft unter die Lupe nehmen. Nur wenn beides stimmt, ist der Weg für das Gütesiegel frei.

Auch das St. Elisabeth-Krankenhaus in Köln-Hohenlind hat sich seine Behandlungs- und Servicequalität von den privaten Krankenversicherern bestätigen lassen.

Mit einer Reihe von weiteren Häusern steht der Verband in Kontakt. "Das Interesse der Kliniken ist groß", sagt ein Verbandssprecher.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Abwarten schlägt Op

Zumindest in den ersten sechs Jahren nach Diagnose haben Männer mit lokalisiertem Prostata-Ca eine bessere Lebensqualität, wenn sie sich nicht unters Messer legen. mehr »

No deal-Brexit? Dieses Szenario lässt NHS-Angestellte schaudern

Je mehr Zeit in ergebnislosen Verhandlungen verrinnt, desto nervöser werden Beschäftigte vor allem im Gesundheitswesen. Ein Brexit ohne Vertrag mit der EU? Im NHS fürchtet man in diesem Fall ein Desaster. mehr »

Der reine Telearzt kommt

Fernbehandlung ohne Erstkontakt in der Praxis? Im Ländle wird dieses Modell jetzt erstmals getestet. Die Kammer dort hat gerade das erste Projekt genehmigt. mehr »