Ärzte Zeitung, 10.04.2015

Kommentar zur Patientenverpflegung

Innovativer Ansatz

Von Matthias Wallenfels

Es ist ein mutiger Schritt, den die Uniklinik Heidelberg in Sachen Patientenverpflegung nun gemacht hat - nicht nur aus Sicht des Klinikmarketings. Das renommierte Haus hat mit seiner Tradition gebrochen und bietet Patienten nun möglichst individuell gestaltbare Verpflegungsoptionen an - frisch zubereitet und warm serviert.

Die Uniklinik begeht damit möglicherweise einen richtungsweisenden Weg. Denn die medizinische Kompetenz alleine ist für die meisten Patienten noch lange nicht das einzig ausschlaggebende Argument bei der Wahl eines Krankenhauses für einen anstehenden Eingriff.

Das Thema Wohlfühlambiente geistert schon längere Zeit durch die Kliniklandschaft - Stichworte sind hier Patientenhotels oder auch Premiumsegmente. Warum soll denn ein ansprechend zubereitetes Essen nicht auch den Heilungsprozess begünstigen?

Interessanterweise ergibt sich für die Uniklinik Heidelberg mit der kompletten Umorganisation der Patientenverpflegung sogar ein Einsparpotenzial in diesem Bereich in Millionenhöhe.

Hiermit zeigt sich nicht zuletzt, dass innovative Ansätze zur Patientenversorgung in allen Bereichen Potenzial bieten, um das betreffende Haus am Markt - im Umfeld des erwarteten Kliniksterbens - langfristig zu positionieren.

Lesen Sie dazu auch:
Neues Konzept in Heidelberg: Schlechtes Klinikessen war gestern

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Reiseimpfungen 2018 – Welcher Schutz ist nötig?

Egal, wohin die Reise geht, die Basisimpfungen sollten vorhanden sein. Doch auch 2018 gibt es für einige Länder spezielle Empfehlungen. mehr »

Mehr Trinken bringt kranken Nieren nichts

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion einen höheren Wasserkonsum nahezulegen, nützt nicht viel: Die Harnmenge nimmt etwas zu, doch die Nierenfunktion verbessert sich nicht. mehr »

Drogenbeauftragte möchte keine "Legalisierungsdiskussion"

Die Zahl der Rauschgiftdelikte steigt und steigt, wie die neueste Statistik des Bundeskriminalamts zeigt. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung warnt vor einer "Normalität" beim Konsum bestimmter Drogen. mehr »