Ärzte Zeitung, 15.03.2016
 

Berlin

Vivantes modernisiert Psychiatrie

Der kommunale Anbieter Vivantes in Berlin setzt seine Modernisierungsaktivitäten fort. Ein Neubau in Kaulsdorf integriert Psychiatrie und Geriatrie und soll Effizienzreserven erschließen.

BERLIN. Der Berliner Klinikriese Vivantes hat im Zuge seiner Modernisierungsaktivitäten jetzt den Psychiatrie- und Geriatrie-Neubau im Osten Berlins offiziell eröffnet. In dem Gebäude sind alle Kliniken des Wilhelm-Griesinger-Krankenhauses konzentriert. Der Standort am Brebacher Weg wird aufgegeben.

Von der Zusammenführung der beiden Standorte verspricht sich der kommunale Klinikkonzern Verbesserungen in der Qualität der Patientenversorgung und den klinischen Abläufen.

"Aufgrund der baulichen Anbindung an die vorhandenen Betriebsgebäude können erhebliche wirtschaftliche Vorteile erwirkt werden", zeigt sich Vivantes überzeugt.

Der Neubau bietet Platz für 164 Betten und 36 tagesklinische Plätze. Unter anderem gibt es eine geriatrische Station mit 30 Betten. Die Station setzt drei zertifizierte Therapiehunde ein.

"Wir erleben täglich, dass Hunde die Herzen unserer Patienten öffnen", sagt Sabine Hahn, Stationspflegeleitung der Geriatrie. Die Geriatrie-Station ist auf einer Ebene mit der Gerontopsychiatrie als "Kooperationsstation" gestaltet. Das soll eine flexible, bedarfsgerechte und patientenorientierte Versorgung ermöglichen.

Die psychiatrische Klinik versorgt nach Angaben von Vivantes im Jahr etwa 3000 Patienten, und zwar stationär und teilstationär. Ambulant werden jährlich etwa 1500 Patienten versorgt. Der gerontopsychiatrische Schwerpunkt besteht seit über 20 Jahren.

Zudem gibt es sogenannte "geschützte" Gärten. Dort können psychiatrische und geriatrische Patienten spazieren gehen, die frische Luft genießen und sogar sportlich aktiv sein. Für Patienten, die geschlossen untergebracht sind, stehen begrünte Innenhöfe zur Verfügung.

Die Klinik besteht aus drei Bauteilen. In den Bauteilen A und B befinden sich die Stationen mit den Patientenzimmern und die Tagesklinik. Über Bauteil C ist der Neubau barrierefrei an die bisherigen Klinikgebäude angeschlossen. Rund 28 Millionen Euro Baukosten waren veranschlagt. (ami)

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