Ärzte Zeitung, 17.10.2016

Algerien

Algier stoppt Neubau von Unikliniken

ALGIER. Zwar sorgen der laufende Bau staatlicher Kliniken und ein weiterhin dynamischer Privatsektor 2016 und 2017 in Algerien für einen stabilen Absatz bei ausländischen Medizintechnikanbietern. Darauf weist die deutsche Außenhandelskammer Germany Trade & Invest (gtai) hin.

Die algerische Regierung habe allerdings wegen gefallener Einkommen aus dem Öl- und Gassektor den Neubau von vier Universitätskliniken gestoppt. Mit Abschluss der laufenden Projekte und einer möglichen Begrenzung der bislang großzügigen Staatskredite an den Privatsektor sei ab Mitte 2017 mit einem deutlichen Nachfragerückgang zu rechnen, warnt die gtai.

Im Fünfjahresplan 2015 bis 2019 seien für den Gesundheitssektor – so Regierungsaussagen aus dem Jahr 2014 – Ausgaben in Höhe von umgerechnet 9,3 Milliarden Euro vorgesehen. Dazu zähle vor allem der Bau von zehn schlüsselfertigen Unikliniken mit 5200 Betten und die Restrukturierung und Modernisierung der bestehenden 15 Universitätskliniken (Centre Hospitalo-Universitaire).

 Die algerische Regierung hatte außerdem den Bau von sechs Krebsstationen und 29 mittelgroßen Krankenhäusern (60 bis 220 Betten), 40 Spezialkliniken und 80 medizinischen Versorgungseinrichtungen angekündigt. Nun sei unklar, welche der Großprojekte umgesetzt werden. (maw)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Bundestag will zweite Runde für TSVG

Die erste Anhörungsrunde zum Termineservicegesetz verlief erwartungsgemäß kontrovers. Der Gesundheitsausschuss hat für den 13. Februar eine weitere Anhörung angesetzt. mehr »

Paul Ehrlich-Preis für Forschung zu Proteinfaltung

Für ihre Forschung zu Chaperonen erhalten Franz-Ulrich Hartl und Arthur L. Horwich den Paul Ehrlich-Preis 2019. Ihre Erkenntnisse könnten für neue Therapien bei neurodegenerativen Erkrankungen eingesetzt werden. mehr »

Ärzte sehr enttäuscht über Brexit-Votum

Das britische Parlament hat das von Premierministerin May ausgehandelte Brexit-Abkommen mit der EU abgeschmettert. Ärzte und Pharmabranche zeigen sich enttäuscht – und fordern endlich Klarheit. mehr »