Ärzte Zeitung, 12.12.2016

Geschafft

Charité beendet Mammut-Bauprojekt

Die Charité präsentiert sich im neuen Kleid. Für Berlin untypisch: Der Zeit- und Kostenrahmen wurden eingehalten.

BERLIN.Das Mammut-Bauprojekt der Berliner Uniklinik Charité am Campus Mitte ist abgeschlossen. Vor Kurzem wurde die Übergabe des vollständig modernisierten Bettenhauses gefeiert. Noch vor Weihnachten soll die erste Station einziehen. Bis März 2017 soll der Umzug der Stationen aus der vorübergehend errichteten Campus-Klinik der Charité abgeschlossen sein.

"Für die Beschäftigten der Charité verbessern sich die Arbeitsbedingungen mit Bezug des Bettenhauses deutlich. Neben neuen Pflegestützpunkten sind alle Stationen mit modernster Technik ausgestattet", so der Ärztliche Direktor der Charité Professor Ulrich Frei. Die Patienten werden nun vorwiegend in Ein- und Zweibettzimmern untergebracht, die alle eigene Bäder haben. Große Fensterflächen und Multimediageräte an jedem Bett sollen zum Wohlbefinden beitragen. Die Anmeldung soll durch eine zentrale Aufnahme im Erdgeschoss vereinfacht werden.

Mit der Fertigstellung des Bettenhauses ist das größte Bauprojekt in der Geschichte der fusionierten Charité abgeschlossen. Die Kosten für das Gesamtprojekt, das im Frühjahr 2013 startete, belaufen sich auf 202,5 Millionen Euro. Im Oktober wurde bereits das Notfallzentrum Mitte – Rudolf-Nissen-Haus – mit der neuen Zentralen Notaufnahme eröffnet (wir berichteten). Neubau und Bettenhaus beherbergen insgesamt rund 620 Betten. Auch die Verbindungsbrücke zwischen Bettenhaus und Campusgelände wurde erneuert.

"Die Charité hat erneut ihre Exzellenz unter Beweis gestellt. Diesmal nicht in der Forschung, sondern als Bauherrin des größten Bauprojektes ihrer Geschichte", so Charité-Chef Professor Karl Max Einhäupl. Als "Meilenstein auf dem Weg zur Umsetzung des Masterplans für die Modernisierung der Charité" bewertet der Regierende Bürgermeister von Berlin Michael Müller (SPD) die Übergabe des Bettenhauses. Wissenschaftssenatorin und Charité-Aufsichtsratsvorsitzende Sandra Scheeres (SPD) zeigte sich zufrieden mit der Zusammenarbeit der Projektbeteiligten. "Das Bettenhaus ist die sichtbare Visitenkarte der Charité in Mitte", so Scheeres. Mit der vollständigen Sanierung biete das Bettenhaus viel bessere Bedingungen für Patienten, Ärzte und Pflegekräfte.

Dass das Mammutbauprojekt im Zeit- und Kostenplan blieb, wertet Scheeres als Ergebnis harter Arbeit aller Beteiligten und eines genauen Controllings. "Die Charité kann nicht nur erstklassig heilen und forschen, die Charité kann auch bauen. Die Charité hat in den letzten Jahren eine starke Entwicklung genommen", so die Senatorin. Auch Christian Kilz, Bau-Chef der Charité zeigt sich stolz. "Zu diesem Ergebnis konnten wir nur kommen, da alle Projektbeteiligten immer wieder an die Umsetzung des Kosten- und Zeitplanes erinnert und stringent auf die Einhaltung der Ziele geachtet haben", sagte er. (ami)

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