Ärzte Zeitung online, 09.01.2018

Ionenstrahl-Therapie

Positive Bilanz für Marburger Zentrum

MARBURG. 286 Patienten verzeichnete das Ionenstrahl-Therapiezentrum am Universitätsklinikum Marburg im vergangenen Jahr – im Eröffnungsjahr 2016 waren es noch 171. "Das unterstreicht die positive Entwicklung", sagt Gunther K. Weiß, der Geschäftsführer des Uniklinikums. Allerdings hat das Zentrum damit nicht ganz die ursprünglich geplante Verdopplung der Patientenzahlen geschafft. Auf Dauer sollen ab 2018 jedes Jahr mindestens 600 Krebskranke bestrahlt werden. Weltweit gibt es nur neun vergleichbare Zentren, in Europa sind es nur drei, wie es heißt.

Von der Therapie profitieren Patienten mit Tumoren, die man auf "normalem" Weg nicht erreichen kann, weil sie zu tief im Körper oder zu nah an gesundem Gewebe wie dem Sehnerven, dem Hirn oder dem Rückenmark liegen. Die Marburger Einrichtung wird als Kooperationsprojekt vom Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum und dem privaten Krankenhausträger Rhön betrieben, wobei die Federführung in Heidelberg liegt. Mit dieser Konstruktion hatte das Aus für die Anlage abgewendet werden können. (coo)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wie kommen Ärzte an benötigte Grippe-Vakzinen?

Gesundheitsminister Spahn hat die rechtliche Grundlage gelegt, Grippe-Impfstoffe unter Ärzten auszutauschen. Aber wie geht das vonstatten? Darüber scheint Unklarheit zu herrschen. mehr »

Mit Pflege-Ko-Pilot Gewalt vermeiden

Etwa 1,5 Millionen Menschen werden zu Hause ohne Hilfe von Profis gepflegt. Überforderung, Vernachlässigung und nicht selten auch Gewalt sind die Folgen. Jetzt wird über Hilfe für die Helfer nachgedacht. mehr »

Mehr Handhygiene in Kita – weniger Atemwegsinfekte

Handhygieneprogramme in Kitas, bei denen Desinfektionsmittel eingesetzt werden, tragen offenbar dazu bei, Atemwegsinfekte bei unter Dreijährigen deutlich zu verringern. mehr »