Ärzte Zeitung online, 31.03.2017

Psychotherapie

TK und Medi starten neuen Therapievertrag

STUTTGART. Am 3. April läuft in Baden-Württemberg die "besondere psychotherapeutische Versorgung" an, auf die sich die Techniker Krankenkasse (TK) und der Ärzteverband Medi Baden-Württemberg geeinigt haben. 330 niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten haben sich nach Angaben von Medi bereits für den neuen Therapievertrag angemeldet.

Für Ärzte und Therapeuten lohnt sich die Teilnahme laut Dr. Werner Baumgärtner, Vorstandsvorsitzender von Medi Baden-Württemberg, gleich mehrfach: "Eine höhere Vergütung als in der Regelversorgung, mehr Therapiefreiheit durch ein erweitertes Spektrum von Therapieverfahren und der Wegfall bürokratischer Antrags- und Genehmigungsverfahren sind überzeugende Argumente." Gerade auch die Leistungen in der Kurzzeittherapie würden besser vergütet als im Kollektivvertrag.

Aber die Ärzte und Therapeuten müssen auch für reduzierte Wartezeiten sorgen: "Der Erstkontakt soll, wenn möglich, innerhalb von zwei Wochen nach der Anmeldung stattfinden, in dringenden Fällen sogar innerhalb von drei Tagen", sagt Andreas Vogt, Leiter der TK-Landesvertretung Baden-Württemberg. Um dies zu ermöglichen, müssten die Therapeuten von Montag bis Freitag mindestens 20 Stunden erreichbar sein und auch Abendtermine für berufstätige Patienten anbieten. Durch die bereits hohe Zahl an teilnehmenden Therapeuten, die gut auf ganz Baden-Württemberg verteilt seien, könnten zudem kurze Anfahrtswege für die Patienten gewährleistet werden. (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

O-Saft senkt das Gicht-Risiko - und hält schlank

Vom Saulus zum Paulus: Galten Fruchtsäfte einst als gesunde Getränke, verbannen heute sogar manche Schulen die süßen Säfte. Forscher brechen jetzt eine Lanze für Orangensaft. mehr »

SmED hilft, künftig Notfälle richtig einzuschätzen

16.20 hDie Notfallversorgung startet ins digitale Zeitalter: Am Montag hat die KBV ein softwarebasiertes Instrument zur Begutachtung von Notfallpatienten vorgestellt. mehr »

Was tun gegen sexuelle Belästigung?

Anzügliche Bemerkungen, obszöne Witze, schlüpfrige Mails bis hin zu Berührungen: Sexuelle Aufdringlichkeit gehört auch in Praxen und Kliniken manchmal zum Alltag. Statt die Belästigungen zu ignorieren, sollten sich Betroffene wehren - dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. mehr »