Ärzte Zeitung online, 14.08.2019

Urologie

Zentren werden einheitlich zertifiziert

Für Kontinenz- und Beckenbodenzentren gilt künftig ein einheitliches Zertifizierungsverfahren. Darauf haben sich die Fachgesellschaften geeinigt.

BERLIN. Die Träger der beiden bisher bestehenden Zertifizierungsverfahren für Kontinenz- und Beckenbodenzentren haben sich auf ein neues einheitliches System verständigt, um die „Qualität der Struktur und Versorgung zu verbessern“, wie es in einer Mitteilung der Deutschen Gesellschaft für Urologie heißt.

In das seit dem 1. Juli greifende Zertifizierungsverfahren seien dafür neben strukturellen Anforderungen, persönliche Qualifikationsmerkmale und auch die Abfrage der Ergebnisqualität integriert worden. „Gleichzeitig ermöglichen wir unseren Patientinnen und Patienten künftig eine eindeutige Orientierung bei der Suche nach einem flächendeckend einheitlichen Behandlungsangebot“, so Prof. Daniela Schultz-Lampel, Vorstandsmitglied DGU und stellvertretende Vorsitzende der Zertifizierungskommission, in der Mitteilung der Fachgesellschaft.

Mit dem gemeinsamen Zertifizierungsverfahren wolle man außerdem „die interdisziplinäre Kooperation der beteiligten Fachgebiete verbessern und damit die Behandlungsqualität erhöhen“.

Zuständig für die Organisation des neuen Zertifizierungsverfahrens ist die Deutsche Kontinenz Gesellschaft. Die Durchführung obliegt dem Zertifizierungsunternehmen CERT iQ Zertifizierungsdienstleistungen. Die Zertifikate der beiden bisherigen Zertifizierungsverfahren behalten Gültigkeit bis zu ihrem jeweiligen Ablauf.

Seit 2002 wurden die Kontinenz- und Beckenbodenzentren von der Deutschen Kontinenzgesellschaft zertifiziert. Parallel dazu wurde 2011 ein weiteres Zertifizierungsverfahren installiert.

Künftig erfolgt die Zertifizierung nun durch die Deutsche Kontinenz Gesellschaft, die DGU, die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe sowie die Gesellschaft für Koloproktologie gemeinsam mit der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft für Coloproktologie und der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie. (mu)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Antidiabetikum entpuppt sich als Herzinsuffizienz-Therapeutikum

Der SGLT2-Hemmer Dapagliflozin hat sich in der großen DAPA-HF-Studie bei Diabetikern und Nicht-Diabetikern mit chronischer Herzinsuffizienz als wirksam erweisen. mehr »

Ärzte halten sich mit Antibiotika zurück

Die Verordnung von Antibiotika ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen – vor allem bei Kindern und Säuglingen. An einer anderen Stelle hapert es jedoch. mehr »

Vom Trend, den Mutterkuchen zu essen

Dem Plazentaverzehr werden viele positive Effekte zugeschrieben. Was da dran ist, nehmen Forscher aus Jena unter die Lupe. mehr »