Ärzte Zeitung, 10.09.2013
 

Statistisches Bundesamt

Arbeitskosten steigen um knapp zwei Prozent

Bruttoverdienste und Lohnnebenkosten wachsen nicht mehr so stark wie noch zu Jahresbeginn. Es war der geringste Anstieg seit Ende 2010.

WIESBADEN. Der Anstieg der Arbeitskosten in Deutschland hat sich im zweiten Quartal deutlich verlangsamt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes erhöhten sich die Bruttoverdienste und Lohnnebenkosten im Vergleich zum Vorjahr um zusammen 1,8 Prozent.

Das war der geringste Zuwachs seit dem vierten Quartal 2010, wie die Wiesbadener Behörde am Freitag mitteilte. Zu Jahresanfang betrug das Plus noch 3,7 Prozent. Der vergleichsweise geringe Anstieg von April bis Juni 2013 ist allerdings auch auf einen statistischen Effekt zurückzuführen.

Im zweiten Quartal 2012 hatte sich eine Stunde Arbeit noch deutlich verteuert. Wie stark dieser Effekt durchschlägt, lässt sich nach Angaben der Statistiker nicht genau beziffern.

Im zweiten Quartal 2013 stiegen die Bruttoverdienste gegenüber dem Vorjahr um 2,0 Prozent, die Lohnnebenkosten legten lediglich um 1,4 Prozent zu. Zu Jahresanfang hatten mehr Krankentage die von den Unternehmen zu tragenden Lohnnebenkosten noch überproportional wachsen lassen.

Im europäischen Vergleich verteuerte sich eine Stunde Arbeit in Deutschland im ersten Quartal nahezu doppelt so stark wie im EU-Schnitt (plus 1,9 Prozent).

Rückgänge gab es vor allem in den Euro-Krisenländern Spanien, Portugal und Zypern. Im Nachbarland Frankreich stiegen die Arbeitskosten lediglich um 0,1 Prozent. (dpa)

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