Ärzte Zeitung, 01.10.2014

Arbeitsmarkt

Stagnation bei Teilzeitkräften und Minijobs

DÜSSELDORF. Nach jahrelangen Zuwächsen stagniert der Anteil von Leiharbeit, Minijobs oder Teilzeit an den Arbeitsverhältnissen. Das hat eine Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung ergeben.

Der Anteil der sogenannten atypischen Beschäftigung an den 37,1 Millionen abhängig Beschäftigten habe 2013 bei 43,3 Prozent gelegen (2012: 43,5), teilte die Stiftung in Düsseldorf mit.

Bei den abhängig Beschäftigten zählt die Studie, die auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit beruht, Beamte nicht mit. Absolut stieg die atypische Beschäftigung in Deutschland leicht an, weil auch die Beschäftigung insgesamt leicht zugenommen hatte.

"Der weiterhin hohe Anteil atypischer Beschäftigung ist nicht unproblematisch", sagte Toralf Pusch vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut der Stiftung.

"Häufig ist diese Arbeit geringer bezahlt und sozial schlechter abgesichert als im Normalarbeitsverhältnis, das gilt insbesondere für Leiharbeit und Minijobs."

Bundesweit am stärksten verbreitet ist atypische Beschäftigung in Schleswig-Holstein mit 47,3 Prozent - noch vor Rheinland-Pfalz mit 46,5 und Niedersachsen mit 46 Prozent. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

TSVG-Dialog mit offenem Ende

Jens Spahn (CDU) und Vertreter der Ärzteschaft haben beim mit Spannung erwarteten Dialog in Berlin die Klingen gekreuzt. Am Ende blieben Perspektiven für Kompromisse. mehr »

Suizidgefahr – Warnhinweis für die Pille

Die Pille und andere hormonelle Verhütungsmethoden sind in Deutschland weit verbreitet. Auf mögliche Folgen für die Psyche sollen Anwenderinnen künftig verstärkt hingewiesen werden. mehr »

Impfmuffel gefährden globale Gesundheit

Mangelnde Impfbereitschaft zählt laut der WHO zu den gegenwärtig größten Gesundheitsrisiken der Welt. mehr »