Ärzte Zeitung, 17.11.2009

Ausbildung nur mit schriftlichem Vertrag

NEU-ISENBURG (juk). Ärzte, die junge Leute zur Medizinischen Fachangestellten ausbilden, müssen den Ausbildungsvertrag der Ärztekammer zuschicken. Praxischefs, die dies nicht tun, riskieren eine Geldbuße.

Das zeigt ein Urteil des Berufsgerichts für Heilberufe in Mainz, das einem Apotheker wegen Verletzung seiner Berufspflichten 7000 Euro Geldbuße auferlegt hat. Der Apotheker hatte eine junge Frau angestellt, um diese zur pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten auszubilden.

Trotz mehrmaliger Aufforderungen der Landesapothekerkammer legte er den Ausbildungsvertrag nicht vor. Das Berufsgericht begründete seine Entscheidung damit, dass der Apotheker pflichtwidrig gehandelt habe, weil er nicht vor Beginn der Berufsausbildung und nicht einmal bis zu deren Ende den wesentlichen Inhalt des Vertrags schriftlich festgehalten habe. Dadurch sei das Ansehen des Berufsstandes beschädigt worden.

Az.: BG-H 3/09.MZ

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

30 Minuten Bewegung am Tag verhindern jeden 12. Todesfall

Bewegung verlängert das Leben, das bestätigt die bisher größte Studie zum Thema. Und: Bewegung im Alltag reicht dazu schon aus, es muss kein anstrengender Sport sein. mehr »

Merkel beansprucht Führung weiter für sich

Drastische Einbußen, aber immer noch vorn: Die Wähler versetzen der Union einen Kinnhaken. Die große Koalition scheint passé. Auch die Umfrageteilnehmer der "Ärzte Zeitung" hatten bereits im Vorfeld eine neue "GroKo" abgelehnt. mehr »

Impfpflicht löst Masernproblem nicht

Eine Impfpflicht bei Masern würde ungeimpfte Erwachsene als Verursacher nicht erreichen und Skeptiker vor den Kopf stoßen. Ausbrüche sind nur mit mehr Engagement zu verhindern, so RKI-Präsident Prof. Lothar Wieler. mehr »