Ärzte Zeitung, 21.11.2011

Verbraucherschützer: Diesel bleibt teuer

BERLIN (dpa). Wer einen Diesel fährt, muss sich nach Ansicht von Verbraucherschützern langfristig auf hohe Spritpreise einstellen.

"Das könnte noch dramatischer werden", so der Energiefachmann des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, Holger Krawinkel. "Wir haben einfach einen sehr hohen Pkw-Bestand mit Dieselmotoren und ein knappes Dieselangebot."

Der Dieselpreis hatte in den vergangenen Tagen die Marke von 1,50 Euro überschritten. Super E10 ist nur noch wenige Cent teurer.

Dass sich derzeit viele Hausbesitzer mit Heizöl eindecken und so auch den Dieselpreis in die Höhe treiben, sei nur ein Faktor. Auch die Nachfrage aus der Schifffahrt wachse.

Produzenten kommen nicht hinterher

Doch während Benzin exportiert werde, seien die Raffinerien nicht darauf eingestellt, ausreichend Diesel für den Markt zu produzieren. "Sie können sich auch nicht kurzfristig umstellen", sagte Krawinkel.

"Gewinnmaximierung spielt sicher auch eine Rolle", fügte der Fachmann hinzu. "Aber das ist nicht der treibende Faktor."

Viele Autofahrer hätten sich für den Dieselantrieb entschieden, weil er kostengünstiger sei, sagte Krawinkel. "Die sind jetzt gekniffen. Aber man kann da nicht viel machen."

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