Ärzte Zeitung, 06.12.2011

5000 Euro mehr Honorar durch KV-Praxisberatung

Bis zu 5000 Euro mehr Honorar durch KV-Praxisberatung

PraxisCheckHonorar heißt ein neuer Service der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen.

HANNOVER (cben). Mehr Geld durch Praxisberatung. Das stellt die KV Niedersachsen (KVN) ihren Mitgliedern in Aussicht. "Durchschnittlich 3000 bis 5000 Euro mehr Honorarumsatz pro Jahr kann eine niedersächsische Arztpraxis durch eine individuelle Abrechnungsoptimierung erzielen.

Genau diesen neuen Beratungsservice bieten wir unseren Mitgliedern an und zwar direkt vor Ort in der Praxis", sagte KVN-Chef Mark Barjenbruch.

Es ist die erste Beratungsleistung der neuen neunköpfigen KVN-Abteilung "Beratung", die im September ihre Arbeit aufgenommen hat. "Das Angebot ist Teil des KVN-Vorstandszieles, bis 2013 jedes unserer Mitglieder einmal besucht zu haben", erklärte KVN-Sprecher Detlef Haffke.

Ärzte per Zufall ausgewählt

Nach dem Zufallsprinzip hat die KVN 600 Kolleginnen und Kollegen angeschrieben und das Angebot unterbreitet. "Nach den ersten Evaluationen können wir sagen, dass wir eine sehr gute Resonanz haben", so Haffke.

Die KV-Mitarbeiter demonstrieren in den individuellen Beratungen den Praxischefs, wie sie ihre ungehobenen Schätze diesseits der RLV-relevanten Fakten heben können: Teilnahme an Hausarztverträgen, Präventionsangebote und mehr Patienten in DM-Programme.

Die Analyse der vergangenen Honorarabrechnung der Ärztinnen und Ärzte ist dabei die Grundlage der Beratung. "Die Abrechnungsdaten der Praxis werden transparent dargestellt und im Vergleich zur jeweiligen Fachgruppe analysiert", hieß es.

Interesse an Beratung steigt

Die KVN bietet den Service zunächst schriftlich an. Das Mitglied vereinbart dann mit dem Berater einen konkreten Termin, entweder in der Praxis oder auf Wunsch in der KVN-Bezirksstelle. Ein Beratungsgespräch dauert etwa eine Stunde.

"Die ständigen Veränderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen in der ambulanten Versorgung werden immer komplizierter und unübersichtlicher. Daher steigt das Interesse an individuellen Beratungen an", so Dr. Jörg Berling, Vize der KVN.

Als nächstes Projekt plant die neue KVN-Abteilung die Beratung junger Ärzte, die gerade eine Praxis übernommen haben.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Mütter stellen früh die Weichen für Babys Gesundheit

Dicke Mutter = dickes Baby: Diese Gleichung geht oft auf - leider. Ernährungs-Experten tauschen sich daher auf einem Kongress über den frühen Einfluss der mütterlichen Ernährung u.a. auf das Diabetesrisiko des Kindes aus und geben Tipps. mehr »

Würden Ärzte Gröhe wählen?

In einer großen Umfrage fragten wir Ärzte: "Wenn der Bundesgesundheitsminister direkt vom Volk gewählt werden könnte, wen würden Sie wählen?" Lesen Sie hier die Antwort. mehr »

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »