Ärzte Zeitung, 24.01.2011

Fundsache

Lohnenswert: Ein Jahr auf Station

Auf den ersten Blick schien die 27-Jährige eine dramatische Krankengeschichte zu haben. Innerhalb von drei Jahren war sie insgesamt 32-mal in ein und demselben Krankenhaus in Paderborn, meistens mit den Diagnosen Pneumonie und Meningitis.

Die Klinikaufenthalte summierten sich auf ein ganzes Jahr. Tatsächlich wurde die Frau aber nur ein einziges Mal stationär behandelt. Da sie dafür problemlos Geld von ihrem Krankentagegeldversicherer erhielt, kam sie auf den Geschmack.

Sie reichte immer wieder gefälschte Bescheinigungen ein und kassierte nach einem Bericht der "Neuen Westfälischen" insgesamt 21.214 Euro.

Erst später kam einem Versicherungsmitarbeiter die Sache komisch vor, der Schwindel flog auf. Ein Gericht verurteilte die Frau jetzt zu einer Bewährungsstrafe. Es wertete es als strafmildernd, dass das Unternehmen den Betrug extrem leicht gemacht hatte. (iss)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Jeder dritte Brustkrebs im MRT übersehen

MRT-Bilder helfen, Brustkrebs früh aufzuspüren – doch in vielen Fällen gelingt das nicht. Eine niederländische Studie ergab: Jedes dritte Karzinom ist im MRT übersehen worden. mehr »

Neun Millionen Klinik-Infektionen jährlich

15:41Infektionen in Kliniken und Pflegeheimen sind in Europa ein großes Problem. Jährlich infizieren sich dort rund neun Millionen Bürger, berichtet die EU-Seuchenbehörde. Zwei Gründe sind dafür ausschlaggebend. mehr »

Bangen und Hoffen bei Auslands-Briten

Das Ringen um einen Brexit-Vertrag geht auf die Zielgerade. Doch für EU-Bürger auf der Insel und Auslands-Briten ist es eine Zeit des Wartens. Das macht Großbritannien für qualifizierte Fachkräfte nicht attraktiver, meine unser Blogger Arndt Striegler. mehr »