Ärzte Zeitung online, 05.09.2013

Urteil

Schadenersatz wegen Frage nach Schwangerschaft

DÜSSELDORF. Eine Düsseldorfer Kosmetikerin hat 10.800 Euro Entschädigung wegen Diskriminierung zugesprochen bekommen.

Sie hatte ihre Arbeitszeit erhöhen wollen und war daraufhin von ihrem Arbeitgeber per E-Mail gefragt worden, ob denn bei ihr mit einer Schwangerschaft zu rechnen sei.

Ihre bevorstehende Heirat lasse dies vermuten. Der Arbeitgeber hatte die Arbeitszeit schließlich nicht erhöht und der Frau sogar gekündigt.

Am Mittwoch zog der Arbeitgeber vor dem Landesarbeitsgericht in Düsseldorf seine Berufung zurück, nachdem ihm das Gericht geringe Erfolgschancen bescheinigt hatte.

Die 10.800 Euro waren der Kosmetikerin bereits in erster Instanz zugesprochen worden. (dpa)

LAG Düsseldorf, Az.: 4 Sa 480/13

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Zufallsbefunde – Wer sucht, der findet

Bei der bildgebenden Diagnostik kann es vorkommen, dass unerwartet ein Befund jenseits des eigentlichen Anlasses auftaucht. Das sollte man den Patienten klarmachen – vorher. mehr »

Alternativszenario voller Sprengkraft

Bei einem Modellprojekt in Baden-Württemberg ist die sektorenübergreifende Versorgung durchgespielt worden. Der Abschlussbericht enthält Empfehlungen, die es in sich haben - und das Konfliktpotenzial deutlich machen. mehr »

Streit um "Strafgebühr" im Krankenhaus

KBV-Chef Gassen fordert für Patienten, die mit Bagatellerkrankungen in die Notfallambulanz der Kliniken kommen, eine Gebühr. Das hält die DKG für "schlicht falsch". Die Linke mutmaßt: "Notaufnahmen nur für Reiche"? mehr »